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Kleinere Kartoffeln in Belgien lassen Pommes-Preise steigen

Kleinere Kartoffeln in Belgien lassen Pommes-Preise steigen | AVALW News

Dem Bericht zufolge fallen die Kartoffeln in Belgien, dem weltweit führenden Exportland von Tiefkühlpommes frites, in diesem Jahr viel kleiner aus als sonst, teilweise kleiner als Tischtennisbälle. Als Ursache gelten heftige Regenfälle und Stürme im Frühjahr, gefolgt von einem außergewöhnlich heißen und trockenen Sommer, die dem Kartoffelanbau zusetzten. Die Familie Comin, die auf 500 Hektar Kartoffeln anbaut, muss ihre bereits vor der Ernte vereinbarten Verträge über Liefermengen und Preise weiter erfüllen und greift dafür auf Vorräte aus dem vergangenen Jahr zurück, als die Ernte außergewöhnlich gut ausgefallen war. In Brüssel rechnet der Besitzer der bekannten Pommesbude Maison Antoine damit, dass die Preise für Pommes frites in den kommenden Monaten steigen werden.

In Belgien, dem weltweit führenden Exportland von Tiefkühlpommes frites, fallen die Kartoffeln in diesem Jahr dem Bericht zufolge deutlich kleiner aus als in normalen Jahren. Ein Teil der Knollen ist demnach sogar kleiner als Tischtennisbälle. Für ein Land, dessen Ruf und Ausfuhren eng mit der Kartoffel verbunden sind, ist das eine bemerkenswerte Entwicklung, die zeigt, wie stark die diesjährige Ernte hinter dem üblichen Bild zurückbleibt.

Verantwortlich für die schwierige Saison ist dem Bericht nach in erster Linie das Wetter. Im Frühjahr hatten heftige Regenfälle und Stürme die Felder getroffen und die Bedingungen für den Kartoffelanbau von Beginn an belastet. Schon dieser nasse und stürmische Auftakt der Wachstumsphase legte den Grundstein für die Probleme, mit denen die belgischen Erzeuger in diesem Jahr zu kämpfen haben.

Auf das feuchte Frühjahr folgte dann ein außergewöhnlich heißer und trockener Sommer, der die Lage zusätzlich verschärfte. Diese Kombination aus zu viel Nässe zur falschen Zeit und anschließender Hitze und Trockenheit setzte dem Kartoffelanbau dem Bericht zufolge stark zu. Das Ergebnis sind die auffällig kleinen Knollen, die nun auf den Feldern geerntet werden und die gewohnten Größen klar verfehlen.

Für die Landwirte hat die magere Ernte unmittelbare Folgen, denn ihre Verpflichtungen bleiben bestehen. Die Familie Comin, die dem Bericht zufolge auf 500 Hektar Kartoffeln anbaut, muss ihre Verträge weiterhin erfüllen. Trotz der kleineren und schwächeren Ernte kann sie sich den vereinbarten Abnahmemengen nicht einfach entziehen und steht damit vor der Aufgabe, ihre Zusagen dennoch einzuhalten.

Erschwerend kommt hinzu, dass die entscheidenden Konditionen bereits feststanden, bevor überhaupt klar war, wie die Ernte ausfallen würde. Liefermengen und Preise wurden dem Bericht nach schon vor der Ernte vereinbart. Die Erzeuger sind also an Abmachungen gebunden, die von einem normalen Jahr ausgingen, und müssen diese nun unter deutlich ungünstigeren Bedingungen bedienen, als sie beim Vertragsabschluss zu erwarten waren.

Um die Lücke zu schließen, greifen die Comins dem Bericht zufolge auf Vorräte aus dem vergangenen Jahr zurück. Damals war die Ernte außergewöhnlich gut ausgefallen, sodass nun ältere Bestände helfen sollen, die aktuellen Verpflichtungen zu erfüllen. Der Rückgriff auf die Reserven aus einer starken Vorsaison zeigt, wie sehr sich die Betriebe strecken müssen, um die schwache diesjährige Ernte auszugleichen.

Am Ende dürfte die schlechte Ernte auch bei den Verbrauchern ankommen. In Brüssel klagt dem Bericht nach der Besitzer der bekannten Pommesbude Maison Antoine über die Situation. Er geht davon aus, dass die Preise für Pommes frites in den kommenden Monaten steigen werden. Damit könnte sich das Wetterjahr der belgischen Kartoffelbauern letztlich bis auf den Teller und in den Geldbeutel der Kundschaft auswirken.

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