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Gericht in Malta spricht Fenech im Fall Caruana Galizia frei

Gericht in Malta spricht Fenech im Fall Caruana Galizia frei | AVALW News

Ein Gericht in Malta hat den Unternehmer Yorgen Fenech vom Vorwurf freigesprochen, der Drahtzieher des Autobombenanschlags auf die Investigativjournalistin Daphne Caruana Galizia gewesen zu sein. Ihr Tod hatte zu einer Welle der Proteste und zum Sturz der damaligen Regierung gefuehrt. Die Staatsanwaltschaft hatte Fenech vorgeworfen, den Mord angeordnet zu haben, in Zusammenhang mit einem Artikel ueber seinen Onkel und ein Gasprojekt. Der Beschuldigte war 2019 auf seiner Yacht festgenommen worden. Die Familie der Ermordeten reagierte empoert. Eine Untersuchung von 2021 hatte dem Staat wegen eines Klimas der Straflosigkeit eine Verantwortung zugeschrieben.

Ein Gericht in Malta hat den Unternehmer Yorgen Fenech vom Vorwurf freigesprochen, der Drahtzieher des Autobombenanschlags auf die Investigativjournalistin Daphne Caruana Galizia gewesen zu sein. Damit endet vorerst ein Verfahren, das ueber Jahre hinweg im Mittelpunkt eines der aufsehenerregendsten Kriminalfaelle des Landes stand und weit ueber Malta hinaus Beachtung fand.

Der gewaltsame Tod der Journalistin hatte weitreichende Folgen fuer das Land. Wie berichtet wird, fuehrte ihr Tod zu einer Welle der Proteste in Malta und schliesslich zum Sturz der damaligen Regierung. Der Fall entwickelte sich damit von einem Kriminalfall zu einer tiefen politischen Krise, die das Land ueber einen laengeren Zeitraum erschuetterte und die Aufmerksamkeit weit ueber die Grenzen Maltas hinaus auf sich zog.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Unternehmer vorgeworfen, den Mord an der Journalistin angeordnet zu haben. Nach der Darstellung der Anklage stand die Tat in Zusammenhang mit einem Artikel ueber seinen Onkel und ein Gasprojekt. Aus Sicht der Anklage galt Fenech damit als treibende Kraft hinter dem Anschlag, fuer den er nun jedoch von dem maltesischen Gericht freigesprochen wurde.

Der Beschuldigte war bereits im Jahr 2019 festgenommen worden. Nach den vorliegenden Angaben wurde er auf seiner Yacht gestellt, als er versuchte, Malta zu verlassen. Die Umstaende seiner Festnahme unterstrichen die Brisanz des Falls, der schon damals grosse Aufmerksamkeit auf sich zog und eng mit den Ermittlungen zur Aufklaerung des Mordes an der Journalistin verbunden war.

Mit dem nun ergangenen Freispruch bleibt der Vorwurf, Fenech habe den Anschlag in Auftrag gegeben, gerichtlich nicht bestaetigt. Fuer die Angehoerigen der getoeteten Journalistin ist das Urteil nur schwer zu ertragen. Die Familie der Ermordeten reagierte den Angaben zufolge empoert auf die Entscheidung des Gerichts, das den Unternehmer von dem zentralen Vorwurf freisprach.

Der Fall hatte auch die Rolle des Staates selbst in den Blick gerueckt. Eine Untersuchung aus dem Jahr 2021 kam zu dem Schluss, dass der Staat die Verantwortung fuer den Mord uebernehmen muesse. Begruendet wurde dies mit einem Klima der Straflosigkeit, das nach den Feststellungen der Untersuchung durch die damalige Regierung geschaffen worden war und den Boden fuer die Tat mitbereitet habe.

Mit der juengsten Entscheidung bleibt eine der zentralen Fragen des Falls aus gerichtlicher Sicht weiter offen, naemlich wer den Anschlag auf die Journalistin in Auftrag gab. Der Tod von Daphne Caruana Galizia hatte Malta in eine schwere innenpolitische Krise gestuerzt, die zu Protesten und zum Sturz der damaligen Regierung fuehrte, wie in dem Bericht noch einmal in Erinnerung gerufen wird.

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