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Verbraucherzentralen warnen vor aggressiven Glasfaser-Vertretern an der Haustuer

Verbraucherzentralen warnen vor aggressiven Glasfaser-Vertretern an der Haustuer

Die Verbraucherzentralen berichten von einer Haeufung von Faellen, in denen Glasfaser-Vertreter Menschen an der Haustuer unter Druck setzen, einen Internetvertrag zu unterschreiben. Besonders Senioren werden mit dem Argument bedraengt, ohne sofortigen Abschluss falle bald die Kupferversorgung weg. Eine 80-jaehrige Frau aus Ulm schilderte mehrfachen Druck, blieb aber standhaft. Laut aktuellen Zahlen hatten Ende 2025 rund 26,6 Millionen Haushalte und Unternehmen theoretisch Zugang zu Glasfaser, doch nur 10,5 Millionen oder 39,5 Prozent verfuegten ueber einen Anschluss am Gebaeude.

Die Verbraucherzentralen in Deutschland berichten, dass sie derzeit regelmaessig bedraengt werden. Sie sprechen sogar von Drueckerkolonnen, die unterwegs seien, um moeglichst viele Glasfaservertraege unterschreiben zu lassen. Die Zahl entsprechender Beschwerden haeuft sich, weil sich Buergerinnen und Buerger von Glasfaservertretern an der Haustuer unter Druck gesetzt fuehlen.

Ein Beispiel ist Milka Lalic aus Ulm. Die 80-Jaehrige fuehlt sich von Glasfaservertretern regelrecht bedraengt. Schon mehrfach haetten sie vor ihrer Tuer gestanden und Druck ausgeuebt. Einmal erwischte sie sogar einen der Vertreter im Treppenhaus und konfrontierte ihn direkt mit seinem Verhalten.

Dabei hat Milka Lalic nur ein Handy und ist damit zufrieden. Trotzdem sollte sie einen Glasfaser-Internetvertrag unterschreiben. Solche Faelle, in denen vor allem aeltere Menschen zum Abschluss gedraengt werden, hoeren die Verbraucherzentralen nach eigenen Angaben immer wieder.

Ein zentrales Druckmittel ist dabei ein Argument, das besonders bei Senioren zieht. Den Menschen werde gesagt, wenn sie jetzt keinen Glasfaservertrag abschliessen, gebe es ab naechster Woche auch keine Kupferversorgung mehr, dann haetten sie ueberhaupt kein Internet und seien von der Welt abgeschnitten. Die Verbraucherschuetzer raten dazu, solche Vertreter abzuwimmeln.

Hintergrund ist, dass Anbieter wie Telekom oder Vodafone fuer jeden Abschluss eine Provision zahlen, weshalb es vor allem auf die Masse ankommt. Zugleich schreitet der Glasfaserausbau zwar voran, doch deutlich weniger Menschen als erwartet schliessen tatsaechlich einen Vertrag ab. Laut aktuellen Zahlen hatten Ende 2025 rund 26,6 Millionen Haushalte oder Unternehmen theoretisch Zugang zu Glasfaser.

Von diesen verfuegten 10,5 Millionen, also 39,5 Prozent, auch tatsaechlich ueber einen Glasfaseranschluss am Gebaeude. Ein Grund fuer die Zurueckhaltung ist, dass vielen der bestehende Kabelanschluss ausreicht. Auf die Frage, warum die Vertreter dennoch so aggressiv unterwegs sind, antwortete die Telekom nicht. Vodafone teilte mit, die Subunternehmer sollten serioes auftreten, dafuer gebe es intensive Schulungen. Milka Lalic hat davon nichts gespuert, blieb am Ende aber standhaft und schloss kein Haustuergeschaeft ab.

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