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Rekordhitze in Europa: heißester Juni und über 10.000 zusätzliche Todesfälle

Rekordhitze in Europa: heißester Juni und über 10.000 zusätzliche Todesfälle

Rekordtemperaturen, tausende zusätzliche Todesfälle, Waldbrände und wirtschaftliche Schäden: Vier Zahlen zeigen, wie drastisch die extreme Hitze Europa in diesem Sommer getroffen hat. Westeuropa erlebte den heißesten Juni seit Beginn der Aufzeichnungen, England und Frankreich jeweils ihren wärmsten Juni überhaupt. Während der Hitzewelle Ende Juni kam es zu mehr als 10.000 zusätzlichen Todesfällen.

Rekordtemperaturen, tausende zusätzliche Todesfälle, Waldbrände und Schäden für die Wirtschaft: Vier Kennzahlen zeigen, wie drastisch die extreme Hitze Europa in diesem Sommer getroffen hat. Die Bilanz zeichnet das Bild eines Kontinents, der zunehmend an seine Grenzen gerät, wenn die Temperaturen über Wochen hinweg auf Rekordniveau klettern.

Besonders deutlich wird das an den Temperaturen selbst. Westeuropa erlebte den heißesten Juni seit Beginn der Aufzeichnungen, mit einem Wert, der rund 2,8 Grad über dem langjährigen Durchschnitt lag. Ein derart großer Abstand vom Mittelwert unterstreicht, wie außergewöhnlich der Monat war und wie stark sich die Hitze über der Region festgesetzt hatte.

Einzelne Länder verzeichneten neue Höchstwerte. England und Frankreich meldeten jeweils ihren wärmsten Juni überhaupt, während der Monat weltweit betrachtet der zweitwärmste war, der je gemessen wurde. Die Häufung nationaler Rekorde macht deutlich, dass es sich nicht um ein lokales Phänomen handelte, sondern um eine breit angelegte Extremlage.

Die menschlichen Kosten der Hitze waren erheblich. Während der Hitzewelle Ende Juni kam es zu mehr als 10.000 zusätzlichen Todesfällen, die meisten davon unter älteren Menschen. Frankreich hat seine Schätzung inzwischen auf 5.764 zusätzliche Todesfälle nach oben korrigiert, und die endgültige Zahl der Hitzetoten in Europa dürfte noch höher ausfallen.

Auch wirtschaftlich hinterließ die Hitzewelle Spuren. Ein großer Teil der Schäden entfiel dabei auf Frankreich, wo unter anderem der Maisanbau unter den extremen Bedingungen litt. Damit reicht die Wirkung der Hitze von der unmittelbaren Gefahr für die Gesundheit bis hin zu Verlusten in der Landwirtschaft und darüber hinaus.

Wissenschaftler warnen, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelte. Laut dem europäischen Klimadienst Copernicus hat Westeuropa innerhalb weniger Monate bereits drei große Hitzewellen erlebt. Forscher gehen davon aus, dass extreme Hitzewellen künftig immer häufiger auftreten und dass Rekordtemperaturen längst keine Ausnahme mehr sind, sondern zur neuen Normalität eines sich erwärmenden Kontinents werden.

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