Europa steuert nach Angaben von Euronews auf die schlimmste Waldbrandsaison seit Beginn der Aufzeichnungen zu. Die Bilanz des laufenden Jahres hebt sich damit selbst in einer Region ab, die an sommerliche Brände gewöhnt ist, und deutet auf ein Ausmaß hin, das über das bisher Bekannte hinausgeht.
Bislang sind auf dem Kontinent mehr als 250.000 Hektar in Flammen aufgegangen. Das entspricht in etwa der Größe Luxemburgs und verdeutlicht, wie großflächig das Feuer in diesem Jahr bereits gewütet hat, noch bevor die Saison abgeschlossen ist.
Da weitere Sommerwochen bevorstehen, dürfte der Rekord von 2025 gesprengt werden. Im vergangenen Jahr waren mehr als 270.000 Hektar verbrannt, eine Marke, die angesichts der noch andauernden Brandgefahr in diesem Sommer voraussichtlich übertroffen wird.
Auch die Zahl der Feuer ist außergewöhnlich hoch. Seit Jahresbeginn hat das Waldbrandinformationssystem der EU mehr als 1.200 Brände registriert, ein Wert, der das Ausmaß der diesjährigen Brandaktivität über den gesamten Kontinent hinweg unterstreicht.
Frankreich zählte zu den am stärksten betroffenen Ländern. Dort wurden rund 260.000 Menschen evakuiert, und die schlimmsten Schäden traten im Departement Gironde bei Bordeaux auf, das besonders hart getroffen wurde. Landesweit sind mehr als 200.000 Hektar verbrannt, was etwa 0,4 Prozent der Landesfläche entspricht.
Auch Spanien kämpfte mit den Folgen der Brände. Ministerpräsident Pedro Sánchez sprach von weiteren schweren Stunden, nachdem mehr als 90.000 Menschen rund um Madrid und Ávila evakuiert werden mussten, um sie vor den heranrückenden Flammen in Sicherheit zu bringen.
Neben Frankreich und Spanien ist auch Portugal mit einer schweren Waldbrandsaison konfrontiert. Dort brannten nach den Angaben rund 0,3 Prozent des Landes, womit sich das Land in die Reihe der von den Flammen besonders betroffenen Staaten in Europa einreiht.
