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Donau auf neuem Rekordtief in Ungarn: Atomkraftwerk Paks schaltet Block ab

Donau auf neuem Rekordtief in Ungarn: Atomkraftwerk Paks schaltet Block ab

Nach den Rekordtiefständen der vergangenen Woche an der unteren Donau werden nun auch im Norden Ungarns Rekordtiefstände gemessen. Der Pegel am Vegadorplatz in Budapest zeigte am Mittwochmorgen nur noch 23 Zentimeter, zehn Zentimeter unter dem bisherigen Niedrigrekord. Wegen der erwarteten Hitzewelle dürfte der Wasserstand weiter sinken. Das Kernkraftwerk Paks, das größte des Landes, hat mit der Abschaltung eines Blocks begonnen, weil das Kühlwasser aus der Donau knapp wird. Der Fährverkehr wurde eingestellt, größere Schiffe sitzen fest, und im ausgetrockneten Flussbett wurden neben viel Müll eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg und eine mutmaßlich jahrhundertealte Kanonenkugel gefunden.

Die Donau erreicht in Ungarn immer neue Tiefststände. Nach den Rekordtiefständen der vergangenen Woche an der unteren Donau werden nun auch im Norden des Landes Rekordwerte gemessen, was das Ausmaß des außergewöhnlich niedrigen Wasserstandes über weite Abschnitte des Flusses verdeutlicht.

Ein deutliches Beispiel liefert die Hauptstadt selbst. Der Pegel am Vegadorplatz in Budapest zeigte am Mittwochmorgen nur noch 23 Zentimeter an. Das sind zehn Zentimeter unter dem bisherigen Niedrigrekord und damit ein neuer Negativwert für diesen Abschnitt der Donau.

Eine rasche Entspannung ist nicht in Sicht. Wegen der seit Wochenmitte erwarteten Hitzewelle dürfte der Wasserstand nach Einschätzung der Behörden noch weiter sinken, sodass sich die ohnehin angespannte Lage am Fluss in den kommenden Tagen weiter zuspitzen könnte.

Die Folgen des Niedrigwassers reichen inzwischen bis in die Energieversorgung. Das Kernkraftwerk Paks, das größte Kernkraftwerk Ungarns, hat mit der Abschaltung eines Blocks begonnen, weil das Kühlwasser aus der Donau knapp wird. Der Fluss liefert damit nicht mehr genug Wasser, um den Betrieb wie gewohnt aufrechtzuerhalten.

Über den konkreten Fall hinaus wächst die Sorge vor breiteren Auswirkungen. Die Dürre könnte nach Angaben aus Ungarn auch die Wasser- und Stromversorgung gefährden, da der sinkende Wasserstand nicht nur die Schifffahrt, sondern auch die Versorgung der Bevölkerung betrifft.

Bereits jetzt ist der Verkehr auf dem Wasser beeinträchtigt. Der Fährverkehr wurde eingestellt, und größere Schiffe sitzen fest, weil die Fahrrinne durch das Niedrigwasser zu flach geworden ist. Der Fluss, sonst eine wichtige Verkehrsader, ist auf mehreren Abschnitten kaum noch befahrbar.

Der zurückweichende Fluss legt zugleich Ungewöhnliches frei. Neben einer riesigen Menge an Müll wurde im ausgetrockneten Flussbett bei Erd eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden, und in der Nähe von Visegrad kam eine mutmaßlich jahrhundertealte steinerne Kanonenkugel zum Vorschein, die das trockene Bett der Donau ans Tageslicht brachte.

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