Die Vorbereitungen für das Oktoberfest in München laufen auf Hochtouren. Bis zum Anstich im September verwandelt sich die Theresienwiese in eine der größten temporären Baustellen Europas, auf der Festzelte, Fahrgeschäfte und Biergärten Stück für Stück aus dem Boden wachsen.
Der Aufbau des Volksfests nimmt insgesamt rund ein Vierteljahr in Anspruch. Für jedes einzelne Zelt müssen zwischen 70 und 100 Lkw-Ladungen angeliefert und verbaut werden. Neben den Festzelten entstehen Buden, Versorgungsleitungen, Küchen, Bierkeller sowie die gesamte technische Infrastruktur des Megavolksfests.
Dem Baustart war in diesem Jahr ein Rechtsstreit um die Vergabe mehrerer Festzelte vorausgegangen. Immer wieder kommt es rund um die Wiesn zu Auseinandersetzungen um die begehrten Standplätze und die lukrativen Zeltkonzessionen, die für die Betreiber von großem wirtschaftlichem Wert sind.
Dennoch konnte der Aufbau dank einer gerichtlichen Eilentscheidung auch in diesem Jahr vorgezogen werden, erklärt der Münchner Wirtschaftsreferent Scharpf. Man habe bereits vor einiger Zeit damit begonnen, wegen der Witterung früher mit den Arbeiten anzufangen.
Angesichts der Hitze dieses Sommers erscheint dieser frühere Start umso nachvollziehbarer. Statt erst im Laufe des Juli wird der Aufbau nun wieder deutlich früher in Angriff genommen, um die riesige Anlage rechtzeitig zum Festbeginn fertigzustellen.
Im vergangenen Jahr kamen rund 6,7 Millionen Besucherinnen und Besucher auf die Wiesn. Eine ähnliche Größenordnung wünschen sich die Verantwortlichen auch für dieses Jahr, so Scharpf. Gleichzeitig soll das Fest trotz aller Dimensionen gemütlich bleiben, wie er betont.
