Die Berliner Museumsinsel hat einen runden Geburtstag begangen und ihr 200-jaehriges Bestehen gefeiert. Das Jubilaeum wurde nicht nur als kulturelles Ereignis begangen, sondern bewusst mit einem gesellschaftlichen Anliegen verknuepft. So wurde aus dem Festtag zugleich ein besonderer Demokratietag.
Das Programm bot den Besuchern an diesem Tag einiges. Fuer die musikalische Begleitung sorgte das Salonorchester der Staatskapelle Berlin, das dem Anlass einen festlichen Rahmen gab. Damit wurde die lange Geschichte des Ortes hoerbar in die Feier eingebunden.
Auch zum Mitmachen und Entdecken gab es Gelegenheiten. In den Kolonnaden wurden Fuehrungen und Workshops angeboten, die das Publikum naeher an die Museumsinsel heranfuehrten. Die Angebote verbanden das Feiern mit Wissen ueber den geschichtstraechtigen Ort.
Inhaltlich stand der Tag unter einem klaren Leitgedanken. Im Mittelpunkt stand das Thema Frieden, das den Anlass bot, grundsaetzliche Fragen zu stellen. Es ging darum, was die Menschen eigentlich zusammenbringt, was sie zusammenhaelt und was Demokratie fuer sie bedeutet.
Dabei wurde auch der Umgang mit Unterschieden zum Thema. Eine der Fragen lautete, welche Prozesse verschiedene Meinungen zusammenfuehren und wie viel andere Meinungen man aushaelt. Damit rueckte der Tag das Miteinander in einer Demokratie in den Vordergrund.
Die Besucher selbst brachten die Botschaft auf den Punkt. Sie betonten, dass man Demokratie nicht allein mache und dass sie durchaus Spass machen duerfe. Diese Stimmung war auf der Museumsinsel deutlich zu spueren, und sie liess den Schluss zu, dass eigentlich jeder Tag ein Tag fuer die Demokratie sein koennte.
