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Karlsruhe richtet sein erstes Kneipenchor-Festival aus

Karlsruhe richtet sein erstes Kneipenchor-Festival aus

In Karlsruhe hat zum ersten Mal ein Kneipenchor-Festival stattgefunden. Sieben Chöre aus ganz Deutschland kamen zusammen, im Mittelpunkt stand die Freude an der Gemeinschaft. Der gastgebende Karlsruher Kneipenchor zählt inzwischen mehr als 140 Mitglieder.

In Karlsruhe hat zum ersten Mal ein ganzes Kneipenchor-Festival stattgefunden. Sieben Chöre aus ganz Deutschland reisten in die badische Stadt, um gemeinsam zu singen und zu zeigen, was in der oft unterschätzten Welt der Kneipenchöre steckt. Im Mittelpunkt stand dabei weniger ein Wettbewerb als vielmehr die schlichte Freude an der Gemeinschaft.

Gastgeber war der Karlsruher Kneipenchor, der inzwischen auf mehr als 140 Mitglieder angewachsen ist. Was einst in einer Kneipe begann, ist heute so groß geworden, dass die Sängerinnen und Sänger für ihre Proben längst in ein Kulturzentrum umziehen mussten. Geprobt wird jeden Dienstag, und willkommen ist ausdrücklich jeder, ganz gleich, ob er singen kann oder nicht.

Gegründet wurde der Chor vor 13 Jahren von Chorleiter Jimmy Röck. Ihm geht es vor allem darum, den Menschen einen Ausgleich zum Alltag zu bieten. Er beschreibt, wie er im Laufe einer Probe beobachtet, dass anfangs angespannte Gesichter sich nach und nach entspannen und am Ende des Abends ein Lächeln zu sehen ist. Das, sagt er, sei schon etwas wert.

Für viele Mitglieder ist der Chor weit mehr als nur Musik. Man treffe sich, um gemeinsam Lieder zu erarbeiten, aber ebenso, um miteinander in Kontakt zu kommen, heißt es. Gleichzeitig sei der Chor eine Partnerbörse, eine Wohnungsbörse und eine Kulturbörse, in der Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichen Alters zusammenfinden.

Auch Andrea Bürgel und Elli Feix sind seit einiger Zeit dabei und kennen sich vom Kneipenchor. Es mache einfach Spaß, sagen sie, und man sei eben nicht nur mit Gleichaltrigen zusammen, sondern mit einem kunterbunten Haufen. Gesungen werden Pop- und Rocklieder, alles, was den Mitgliedern gefällt und ihnen Freude bereitet.

Beim gemeinsamen Singen steht die Geselligkeit im Vordergrund, das eine oder andere Gläschen gehört dazu, ohne dass übertrieben werde. Fester Bestandteil ist eine sogenannte Schnapspause, die nach dem Motto abläuft, dass jeder mitmacht, wie er möchte, und niemand muss. Die ältere Generation, so scherzt man im Chor, halte dabei mitunter kräftiger mit als die jüngere.

Beim großen Auftritt am Festivalabend war der Saal mit 300 verkauften Tickets voll besetzt. Zuerst traten die Kneipenchöre aus Offenburg und Bonn auf, ehe die Karlsruher an der Reihe waren, mit weit über 100 Sängerinnen und Sängern der mit Abstand größte Chor des Abends. Kneipenchor sei Seelenfutter, sagte eine Teilnehmerin, und der Karlsruher Chor riss sein Publikum schließlich mit.

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