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Simson-Gottesdienst in Hohenwalde verbindet Generationen und setzt ein Zeichen

Simson-Gottesdienst in Hohenwalde verbindet Generationen und setzt ein Zeichen

Im Frankfurter Ortsteil Hohenwalde hat ein Simson-Gottesdienst stattgefunden, bei dem Pfarrerin Susanne Noack den Segen Gottes und kleine Ersatzteile verschenkte. Die Pfarrerin faehrt selbst mit ihrer Schwalbe zur Arbeit und verband ihre Predigt mit der biblischen Gestalt Simson, einem Muskelprotz, dessen Kraft an den Glauben gebunden war. Sie ueberreichte eine Unterlegscheibe mit einem roten Herz als Zeichen fuer Halt und ein Schleifenband fuer den Lenker, das mit frueheren und kommenden Fahrern verbinden soll. Hintergrund ist, dass Rechtspopulisten das Kultmoped als Symbol fuer sich vereinnahmt haben, und dem will die Gemeinde mit dem Gottesdienst etwas entgegensetzen. Anfang September soll es einen aehnlichen Gottesdienst geben, verbunden mit einem groesseren Oldtimer-Treffen.

Im Frankfurter Ortsteil Hohenwalde hat es einen ungewoehnlichen Gottesdienst gegeben, bei dem sich alles um das Kultmoped Simson drehte. Dass die Pfarrerin Susanne Noack mit ihrer Schwalbe zur Arbeit faehrt, ist fuer sich genommen nichts Besonderes. An diesem Tag aber stand die kleine Maschine im Zentrum eines eigenen Simson-Gottesdienstes.

Die Pfarrerin verband den Gottesdienst mit kleinen, sehr konkreten Gaben. Sie verschenkte den Segen Gottes und dazu kleine Ersatzteile. Eines davon war eine Unterlegscheibe, auf die ihre Tochter mit Nagellack ein kleines rotes Herz gemalt hatte und die fuer Halt stehen soll. Beim Segen sagt sie dazu, Gott gebe dir Halt.

Auch ein zweites Stueck hatte eine Bedeutung. Es handelte sich um ein Schleifenband, das man sich an den Lenker binden kann. Dazu spricht die Pfarrerin den Wunsch aus, Gott verbinde dich mit denen, die vor dir da waren, und mit denen, die nach dir kommen werden. So wurde aus einem Stueck Technik ein Zeichen der Verbindung.

In ihrer Predigt griff Susanne Noack die biblische Gestalt Simson auf. Sie erinnerte an ihn als einen Muskelprotz, dessen Kraft an den Glauben gebunden war. Damit schlug sie eine Bruecke zwischen dem Namen des Mopeds und einer Geschichte aus der Bibel.

Der Gottesdienst machte zugleich deutlich, wie sehr die Simson Generationen verbindet. In den Familien wird das Moped weitergegeben wie ein gutes Stueck Technik, und in der Kirche kamen alte wie junge Simson-Fahrer zu Wort. Der 14-jaehrige Theodor etwa will bald seinen Fuehrerschein machen und hatte sich bei einem ersten Fahrversuch auf einem Privatgrundstueck nur ein paar leichte Blessuren geholt.

Hinter der Aktion steht aber auch ein ernster Beweggrund. Rechtspopulisten haben die Simson als Symbol fuer sich vereinnahmt, und genau dem will die Gemeinde mit dem Gottesdienst etwas entgegensetzen. Die Botschaft lautet, das Moped und seine Geschichte nicht einer politischen Seite zu ueberlassen. Anfang September soll es deshalb einen aehnlichen Gottesdienst in Hohenwalde geben, dann verbunden mit einem groesseren Oldtimer-Treffen.

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