Die Bundesregierung hat heute Veraenderungen beschlossen, mit denen der Fuehrerschein vom kommenden Jahr an wieder guenstiger werden soll. In den vergangenen fuenf Jahren sind die Preise fuer die theoretische Ausbildung um 52 Prozent gestiegen, fuer die Praxis um 45 Prozent. Durchschnittlich liegt der Preis derzeit deutschlandweit bei circa 3400 Euro.
Die Reform setzt auf eine Kombination aus Digitalisierung, Buerokratie-Rueckbau, Flexibilitaet und mehr Transparenz. Konkret bedeutet das weniger Pruefungsfragen, weniger verpflichtende Sonderfahrten auf Autobahnen, und die Einfuehrung von Vergleichsportalen fuer Preise und Erfolgsquoten der Fahrschulen.
Ausserdem duerfen kuenftig Fahrsimulatoren eingesetzt werden, und der Theorieunterricht darf auch ausschliesslich digital stattfinden. Fahrlehrerverhaende sehen dies jedoch kritisch und vergleichen es mit dem digitalen Unterricht waehrend der Corona-Pandemie, nach dem die Pruefungsergebnisse deutlich schlechter wurden.
Zusaetzlich sieht die Reform vor, dass Verwandte private Uebungsfahrten mit den Neulingen am Steuer machen duerfen. Fahrlehrerverhaende befuerchten allerdings, dass diese Plaene zu mehr Unsicherheit im Strassenverkehr fuehren koennten. Die praktischen Pruefungen sollen ebenfalls kuerzer werden.
