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BDI senkt Wachstumsprognose für Deutschland auf 0,4 Prozent

BDI senkt Wachstumsprognose für Deutschland auf 0,4 Prozent

Der Bundesverband der Deutschen Industrie hat seine Wachstumsprognose für Deutschland im Jahr 2026 von 1,0 auf 0,4 Prozent gesenkt. Für den Euroraum reduzierte der BDI die Erwartung von 1,1 auf 0,7 Prozent und rechnet damit, dass die Weltwirtschaft nur um 2,9 Prozent wachsen dürfte. Dem Bericht zufolge offenbaren die Investitionszahlen eine tiefe strukturelle Krise bei den Unternehmen, die durch den Konflikt im Nahen Osten verschärft wurde. Parallel dazu belegt eine Untersuchung von Creditreform einen Anstieg der Insolvenzen, von denen 165.000 Arbeitsplätze betroffen sind, ein Plus von mehr als 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie hat seine Wachstumsprognose für Deutschland deutlich nach unten korrigiert. Für das Jahr 2026 senkte der BDI die Erwartung von 1,0 auf 0,4 Prozent. Damit rückt eine spürbare Erholung der größten Volkswirtschaft Europas in weite Ferne, und der Verband zeichnet ein düsteres Bild der konjunkturellen Lage.

Auch für den Euroraum fiel die Korrektur aus. Hier reduzierte der BDI seine Prognose von 1,1 auf 0,7 Prozent. Gleichzeitig rechnet der Bundesverband damit, dass die Weltwirtschaft im laufenden Zeitraum lediglich um 2,9 Prozent wachsen dürfte, ein Wert, der nach Darstellung des Verbandes deutlich hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückbleibt.

Nach Angaben aus dem Bericht offenbaren die Investitionszahlen eine tiefe strukturelle Krise bei den deutschen Unternehmen. Diese sei durch den Konflikt im Nahen Osten zusätzlich verschärft worden. Der erhoffte Konjunkturaufschwung sei demnach durch die monatelange Blockade der Straße von Hormuz bislang ausgeblieben, was die Unsicherheit für die exportorientierte Wirtschaft weiter erhöht.

Parallel zu den gesenkten Prognosen verschärft sich die Lage bei den Unternehmensinsolvenzen. Eine Untersuchung von Creditreform belegt, dass mit der Zunahme der Insolvenzen auch die Zahl der betroffenen Arbeitsplätze gestiegen ist. Demnach sind inzwischen 165.000 Arbeitsplätze von Insolvenzen betroffen, ein Anstieg um mehr als 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Besonders deutlich fällt die Entwicklung bei sehr jungen Unternehmen aus. In der Gruppe der Firmen, die höchstens zwei Jahre bestehen und sich noch in der frühen Gründungsphase befinden, schnellte die Zahl der Insolvenzen laut der Untersuchung um 25,3 Prozent nach oben. Damit trifft die Krise gerade jene Betriebe besonders hart, die noch am Anfang stehen.

Auch bei etwas älteren Unternehmen, die seit drei bis vier Jahren existieren, ist ein zweistelliger Anstieg der Insolvenzen zu beobachten, konkret ein Plus von 11,1 Prozent. Die Kombination aus gesenkten Wachstumsprognosen, einer wachsenden Zahl an Insolvenzen und den damit verbundenen Arbeitsplatzverlusten unterstreicht, wie angespannt die wirtschaftliche Lage in Deutschland derzeit ist.

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