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Das brandenburgische Dorf Feldheim mit hundertdreißig Einwohnern versorgt sich vollständig selbst mit erneuerbarer Energie. Die Windkraftanlagen produzieren das Zweihundertfünfzigfache des eigenen Bedarfs, die Bewohner zahlen nur zwölf Cent pro Kilowattstunde.
Das brandenburgische Dorf Feldheim mit seinen hundertdreißig Einwohnern hat einen bemerkenswerten Weg eingeschlagen und sich vollständig von fossilen Brennstoffen und globalen Energiemärkten unabhängig gemacht. Die Bewohner zahlen für ihre Elektrizität nur zwölf Cent pro Kilowattstunde, dreimal weniger als der durchschnittliche deutsche Verbraucher.
Die Windkraftanlagen vor den Toren des Dorfes produzieren das Zweihundertfünfzigfache der Strommenge, die Feldheim tatsächlich benötigt. Der überschüssige Strom wird ins nationale Stromnetz eingespeist. Das Dorf liegt hundertfünfzig Meter über dem Meeresspiegel in einem hervorragenden Windeinzugsgebiet.
Der sechsundachtzigjährige Siegfried Kappert, der in Feldheim geboren wurde, führt regelmäßig Besucher aus aller Welt durch den Windpark. Er betont, dass Bewohner, Landwirte und Grundstückseigentümer die Entscheidung zur Energieautarkie gemeinsam getragen haben und es keine ernsthaften Einwände gab.
Neben der Windenergie speist sich die Wärmeversorgung des Dorfes aus einer Biogasanlage, die vom lokalen Landwirt Werner Schlünke betrieben wird. Maissilage gemischt mit Roggen und Gülle erzeugt Biogas, das einen elektrischen Generator antreibt und erschwingliche Heizung für jeden Haushalt im Dorf liefert.
Feldheim gilt international als Vorbild für die dezentrale Energiewende und zeigt, dass auch kleine Gemeinden den Übergang zu vollständig erneuerbarer Energieversorgung erfolgreich bewältigen können. Das Modell zieht Besucher von neugierigen Nachbarn bis hin zu ausländischen Staatschefs an.