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Der Chef der Internationalen Energieagentur warnt, dass die globalen Oelvorraete sich der roten Zone naehern. Die historische Freigabe von 400 Millionen Barrel hat die Preise um 20 Dollar gesenkt, doch mit der Sommernachfrage und der Hormuz-Krise koennten Engpaesse und steigende Inflation drohen.
Der Chef der Internationalen Energieagentur hat in einem ausfuehrlichen Interview vor einem bedrohlichen Szenario auf den globalen Oelmaerkten gewarnt. Die weltweiten Oelvorraete naehern sich der roten Zone, und die Kombination aus steigender Sommernachfrage und der anhaltenden Hormuz-Krise koennte zu ernsthaften Engpaessen fuehren.
Die IEA hatte bereits eine historische Freigabe von 400 Millionen Barrel Oel aus den strategischen Reserven durchgefuehrt, die die Preise um etwa 20 Dollar je Barrel senkte. Diese Massnahme wurde einstimmig von den USA, Europa, Japan und anderen Laendern getragen. Doch trotz dieser beispiellosen Freigabe schrumpfen die Vorraete weiter stetig.
Besonders besorgniserregend ist die Lage in Asien, wo bereits physische Engpaesse auftreten. In einigen asiatischen Maerkten werden Arbeitswochen angepasst und andere Nachfragemassnahmen ergriffen. Der IEA-Chef betonte, dass die Maerkte zwar effizient Produkte dorthin bewegen, wo sie benoetigt werden, aber die Trageheit im System das Umsteuern erschwere.
Mit Blick auf den Sommer warnte der IEA-Chef, dass Juni und Juli kritische Monate werden koennten. Die Reisesaison treibt die Nachfrage in die Hoehe, waehrend die Versorgung durch die Hormuz-Problematik eingeschraenkt bleibt. Dies koennte die Inflationsraten in Europa und weltweit weiter ansteigen lassen und das Wirtschaftswachstum belasten.
Auf die Frage nach einer moeglichen zweiten Freigabe strategischer Reserven antwortete der IEA-Chef, dass noch 80 Prozent der Reserven vorhanden seien und man bereit sei, bei Bedarf sofort zu handeln. Die Entscheidung haenge von den Marktbedingungen ab, insbesondere davon, was mit der Durchfahrt durch die Strasse von Hormuz geschehe, berichtete Euronews.