Kubas staatlicher Energiekonzern hat einen totalen Zusammenbruch des Stromnetzes gemeldet, wie Euronews berichtet. Nach Angaben des Senders fiel das Netz am Sonntag aus und verursachte einen weiteren landesweiten Stromausfall.
Ein staatliches Energieunternehmen teilte am späten Sonntagabend mit, dass es zu einer vollständigen Unterbrechung des nationalen Stromnetzes gekommen sei, so Euronews. Dadurch versank das Land einschließlich der Hauptstadt in fast vollständiger Dunkelheit.
Es ist nur der jüngste in einer Reihe von Totalausfällen des Stromnetzes, berichtet Euronews. Erst einen Tag zuvor war dem Sender zufolge der gesamte Westen des Landes im Dunkeln versunken.
Derzeit kämpft die Karibikinsel mit kritischen Ölengpässen, die eine Energie-, Gesundheits- und Wirtschaftskrise ausgelöst haben, so Euronews. Das Stromnetz in Havanna leidet nach Angaben des Senders unter veralteter Infrastruktur und einem US-Energieembargo.
Zuletzt wurden die Brennstofflieferungen aus Venezuela zurückgefahren, von wo Kuba sein Öl importiert hatte, berichtet Euronews. Der Sender nannte dabei die US-Militäroperation in Venezuela als Hintergrund für die verringerten Lieferungen.
Die Stromausfälle haben ein normales Leben nahezu unmöglich gemacht, so Euronews. Jeder Ausfall bedeutet dem Sender zufolge auch, dass die Wasserversorgung versiegt und Ventilatoren zum Stillstand kommen.
Das stellt eine wachsende Belastung für eine Gesellschaft dar, die zwar an Widrigkeiten gewöhnt ist, nun aber in einer Krise feststeckt, deren Ende nicht absehbar ist, berichtet Euronews. Der Sender zeichnete damit das Bild einer Insel, die von wiederkehrender Dunkelheit geprägt ist.
