Laut Bloomberg gaben die US-Aktienfutures am Freitagmorgen um rund 0,6% nach, einen Tag nach einer positiven Sitzung im S&P 500. Der Sender berichtete, dass die Bewegung einen breiteren Rückzug aus dem Handel mit Künstlicher Intelligenz widerspiegelt, der sich seit etwa zehn Tagen über die Märkte zieht und damit eine der stärksten Rallyes des Jahres abkühlen lässt.
Laut Bloomberg war der jüngste Auslöser des Rückgangs ein schwächer als erwartet ausgefallener Ausblick von Broadcom für sein Geschäft mit Künstlicher Intelligenz. Der Sender berichtete, dass die enttäuschende Prognose die Stimmung weit über die Vereinigten Staaten hinaus belastete und eine Reihe technologienaher Aktien in ganz Asien nach unten zog, da Anleger die Aussichten der Branche neu bewerteten.
Laut Bloomberg folgten die asiatischen Aktien der Wall Street nach unten und fielen um etwa 1,6%, angeführt vom südkoreanischen Kospi. Der Sender berichtete, dass der Kospi am Morgen zeitweise um bis zu 7% nachgab, bevor er einen Teil der Verluste wieder aufholte, während der Nebenwerteindex Kosdaq ähnliche Bewegungen zeigte und das Ausmaß des Ausverkaufs an den koreanischen Märkten verdeutlichte.
Laut Bloomberg beschränkte sich der Druck nicht auf die Aktienmärkte. Der Sender berichtete, dass ausländische Verkäufe koreanischer Aktien auch den Won um fast 8% schwächten, während der Kospi an diesem Tag knapp 5% verlor. Die Kombination aus fallenden Kursen und einer schwächeren Währung machte deutlich, wie stark sich die Stimmung gegenüber koreanischen Vermögenswerten an einem einzigen Tag drehte.
Laut Bloomberg folgten die starken Verluste auf einen außergewöhnlich kräftigen Lauf koreanischer Aktien. Der Sender berichtete, dass Südkorea in diesem Jahr besser abgeschnitten hatte als seine asiatischen Nachbarn und der Kospi als weltweit bester Index galt, der um mehr als 100% gestiegen war. Entsprechend dürfte jeder Rückzug aus der Technologie-Rally erhebliche Gewinnmitnahmen auslösen.
Laut Bloomberg hing die Volatilität des Marktes teilweise mit seiner engen Konzentration zusammen. Der Sender berichtete, dass die Kursgewinne des Kospi vor allem von den beiden Chipherstellern Samsung und SK Hynix getragen wurden, sodass Bewegungen dieser beiden Werte tendenziell überdurchschnittliche Ausschläge auslösen. Zugleich deutete die Erholung im Tagesverlauf darauf hin, dass weiterhin Interesse an Käufen bei Kursrückgängen bestand, gestützt auf Gewinnerwartungen für koreanische Unternehmen.
Laut Bloomberg ging es in anderen Bereichen des Marktes ruhiger zu. Der Sender berichtete, dass die Ölpreise leicht zulegten, während die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe kaum verändert blieb, da Anleger auf wichtige Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten warteten. Trotz der enttäuschenden Zahlen, die die Märkte verunsicherten, spielte der Vorstandschef von Broadcom die Bedenken um das Unternehmen herunter.
