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DAX knackt wieder die Marke von 25.000 Punkten

DAX knackt wieder die Marke von 25.000 Punkten

Der deutsche Leitindex DAX ist mit einem Sprung von über 400 Punkten in die neue Handelswoche gestartet und hat die Marke von 25.000 Punkten wieder überschritten. Auslöser ist das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran, das die Sorgen um den Ölpreis dämpft.

Der deutsche Leitindex DAX ist zum Auftakt der neuen Handelswoche wieder über die Marke von 25.000 Punkten gestiegen. Kurz nach Handelsbeginn sprang der Index um mehr als 400 Punkte nach oben, ein Plus von rund 1,8 Prozent, und notierte bei 25.085 Punkten. Damit gelang dem deutschen Aktienmarkt ein ausgesprochen gelungener Start in die neue Handelswoche.

Insgesamt steht für den DAX seit Freitagfrüh ein Zuwachs von rund 900 Punkten zu Buche. Auslöser der Kursrally ist die Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein Rahmenabkommen, das am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden soll. Die Anleger reagierten erleichtert, nachdem über Wochen unklar geblieben war, ob eine solche Vereinbarung tatsächlich zustande kommt.

Stefan Kemper von der BNP Paribas verwies im Gespräch darauf, dass der entscheidende Unterschied diesmal sei, dass auch der Iran von einem gemeinsamen Verständnis spreche und der Vereinbarung zustimme. Vorgesehen ist, dass die Straße von Hormuz nach der Unterzeichnung wieder geöffnet wird. Das reduziere die Risiken erheblich, dass der Ölpreis noch einmal massiv nach oben schieße und am Ende eine physische Knappheit beim Öl drohe.

Genau diese Entspannung beim Risiko für die Ölversorgung und die Konjunktur ist es, die die Märkte derzeit feiern. Allerdings dämpfte Kemper die Erwartung einer sofortigen Normalisierung. Selbst wenn die Straße von Hormuz ab Freitag wieder offen sei, dauere es seinen Worten zufolge bis zu sechs Monate, bis dort der normale Geschäftsbetrieb von vor der Krise wieder erreicht sei.

Wichtig sei vor allem, dass der Markt nun die Zuversicht habe, nach vorne zu blicken, weil das Öl wieder zu fließen beginne. Kurz- bis mittelfristig dürfte der Ölpreis dennoch nicht auf das Vorkrisenniveau zurückfallen. Im weiteren Jahresverlauf sei aber durchaus denkbar, dass sich die Notierungen wieder deutlich nach unten orientierten, zumal die strategische Bedeutung der Straße von Hormuz nach Einschätzung von Experten eher abnehme.

Trotz des Rekordstarts mahnte Kemper zur Vorsicht für den weiteren Verlauf. Dem DAX fehle mittelfristig der nötige Treiber und Rückenwind: Einen Champion im Bereich der künstlichen Intelligenz habe er nicht, und die Industrie komme zumindest aktuell noch nicht richtig ins Rennen. Hinzu kämen tendenziell weiter hohe Kosten, die auf die Margen drückten, sowie ein Zinsniveau in Europa, das kurzfristig nicht deutlich zurückgehen dürfte und sich eher belastend auf die Bewertungen auswirke.

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