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US-Sonderbeauftragter Jeff Landry besucht Grönland erstmals und fordert Ausbau der Militärpräsenz

US-Sonderbeauftragter Jeff Landry besucht Grönland erstmals und fordert Ausbau der Militärpräsenz

Der US-Sonderbeauftragte für Grönland Jeff Landry besuchte die Insel erstmals seit seiner Ernennung und forderte den Wiederaufbau der amerikanischen Militärpräsenz. Einwohner protestierten mit dem Slogan: Grönland ist nicht zu verkaufen.

Der US-Sonderbeauftragte für Grönland, Jeff Landry, hat die Insel zum ersten Mal seit seiner Ernennung im Dezember besucht. Während US-Präsident Donald Trump von seinen Drohungen, Grönland zu erobern, Abstand genommen hat, erklärte Landry, Washington müsse seine Präsenz in dem dänischen autonomen Gebiet wieder aufbauen.

Die Antwort der Einwohner war unmissverständlich: Grönland ist nicht zu verkaufen. Man könne nicht einfach Land übernehmen, das den Grönländern gehöre, erklärten Bewohner gegenüber den Medien. Trotzdem erklärten die lokalen Behörden, ähnlich wie die dänische Regierung, ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den USA im Rahmen einer Anfang des Jahres eingerichteten Arbeitsgruppe.

Für Empörung sorgen Berichte über geheime Gespräche zwischen Dänemark und Washington über drei neue amerikanische Militärbasen im Süden Grönlands. Die Insel gilt als strategisch bedeutsam für die Kontrolle der arktischen Seewege und als nördliche Verteidigungslinie der NATO gegen russische Marineaktivitäten.

Für das Pentagon ist Grönland der nördliche Schutzschild Amerikas und ein wichtiger Standort für die Weltraumbeobachtung und Frühwarnung im Rahmen der Raketenabwehr. Trumps Interesse an Grönland wird auch durch die enormen, noch unerschlossenen Vorkommen an Seltenen Erden angetrieben, die für moderne Technologien unverzichtbar sind.

Während seines Besuchs traf Landry mit grönländischen Regierungsvertretern zusammen, darunter Ministerpräsident Jens Frederik Nielsen. Das neue US-Konsulat im Zentrum von Nuuk haben die Einwohner bereits als Trump Tower bezeichnet. Die Beziehungen zwischen Washington und Nuuk bleiben angespannt, obwohl beide Seiten eine pragmatische Zusammenarbeit anstreben.

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