In Deutschland findet heute ein bundesweiter Hitzeaktionstag statt. Behörden und Medizinerinnen und Mediziner klären dabei darüber auf, wie man sich gegen extreme Hitze schützen kann und wo sich kühle Orte finden lassen.
Anlass ist eine Entwicklung, die viele im Alltag noch unterschätzen. Denn auch wenn gerade kaum jemand an einen Hitzesommer denkt, nehmen die heißen Tage in Deutschland rasant zu.
Laut dem Deutschen Wetterdienst steigt die Zahl der heißen Tage mit Temperaturen über 30 Grad spürbar an. Im vergangenen Jahr waren es bundesweit im Schnitt elf solcher Tage.
Inzwischen gilt Hitze sogar als das größte durch den Klimawandel bedingte Gesundheitsrisiko in Deutschland. Nach Einschätzung von Fachleuten ist das Land darauf bislang nicht ausreichend vorbereitet.
Wie ernst die Lage ist, zeigen die Zahlen. Laut dem Robert-Koch-Institut gab es im Sommer 2024 in Deutschland rund 3.000 hitzebedingte Todesfälle. Besonders gefährdet sind herzkranke Patienten und ältere Menschen.
Die Empfehlungen der Fachleute sind konkret. Betroffene sollten kühle Räume aufsuchen, mehr Flüssigkeit als gewöhnlich zu sich nehmen und eine Überhitzung des Körpers verhindern.
Auch die Städte müssen sich auf die Hitze einstellen. Die Stadt Pinneberg in Schleswig-Holstein zeigt in einem Modellprojekt, wie das gelingen kann. In der Innenstadt werden Flächen entsiegelt und Platz für Bäume und grüne Inseln geschaffen, denn je mehr Grün und entsiegelte Fläche vorhanden ist, desto besser kühlen sich diese Räume ab. Der Umbau wird noch Jahre dauern, soll die Stadt aber hitzefest machen.
