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WHO: Mehr als 200.000 Hitzetote in Europa in vier Jahren

WHO: Mehr als 200.000 Hitzetote in Europa in vier Jahren

Europa müsse mehr tun, um hitzebedingte Todesfälle zu vermeiden, warnt die Weltgesundheitsorganisation. Allein in den vergangenen vier Jahren starben demnach mehr als 200.000 Menschen infolge von Hitze. Die meisten Todesfälle gibt es laut WHO in Italien, gefolgt von Spanien, Deutschland und Griechenland.

Europa müsse mehr tun, um hitzebedingte Todesfälle zu vermeiden. Das hat die Weltgesundheitsorganisation WHO mitgeteilt. Allein in den vergangenen vier Jahren starben der Organisation zufolge mehr als 200.000 Menschen infolge von Hitze, eine Zahl, die das Ausmaß des Problems auf dem Kontinent verdeutlicht und den Handlungsdruck erhöht.

Den Angaben zufolge führten die extremen Temperaturen unmittelbar zu einem Anstieg der hitzebedingten Erkrankungen. Europa gehört demnach zu den Regionen der Welt, die am stärksten von der globalen Erwärmung betroffen sind, weshalb sich die gesundheitlichen Folgen hier besonders deutlich zeigen.

Bei der Verteilung der Todesfälle gibt es deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. Die meisten hitzebedingten Todesfälle verzeichnet die WHO in Italien, gefolgt von Spanien, Deutschland und Griechenland. Diese Reihenfolge zeigt, wie unterschiedlich stark die einzelnen Staaten von den Hitzewellen getroffen werden.

Als Ursachen für die wachsende Gefahr nennt die Organisation gleich mehrere Faktoren, die zusammenwirken. Der globale Temperaturanstieg, die rasche Verstädterung sowie die Alterung der Bevölkerung machen die Menschen offenbar anfälliger für die Auswirkungen von Hitzewellen, die dadurch immer gefährlicher werden.

Angesichts dieser Entwicklung unterstreicht die WHO die Notwendigkeit einer wirksamen Prävention. Die Organisation warnt davor, die Hitze als vorübergehendes Wetterphänomen zu unterschätzen, und betont, dass gezielte Maßnahmen nötig seien, um die Zahl der Opfer in den kommenden Sommern zu senken.

Konkret empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation ein breites Spektrum an Maßnahmen. Dazu zählen die Begrünung der Innenstädte, um mehr Schatten zu schaffen, die Einrichtung von Kühlzentren sowie die gesicherte Versorgung älterer Menschen mit Flüssigkeit, die besonders gefährdet sind.

Mit ihrer Warnung rückt die WHO ein Thema in den Vordergrund, das mit jedem heißen Sommer an Bedeutung gewinnt. Da Europa schneller als andere Weltregionen von der Erwärmung betroffen ist, dürfte der Schutz vor extremer Hitze in den nächsten Jahren zu einer dauerhaften Aufgabe für Städte und Gesundheitssysteme werden.

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