Die Stiftung New Seven Wonders hat gewarnt, dass der Status von Machu Picchu als eines der sieben neuen Weltwunder gefährdet sein könnte. Bereits im September hatte die Stiftung erstmals öffentlich auf die Probleme hingewiesen. Seitdem seien jedoch aufgrund der politischen Quasi-Lähmung in Peru keine Fortschritte erzielt worden.
Touristen klagen zunehmend über Gedränge, lange Schlangen und unzuverlässige Verkehrsmittel an der berühmten Inka-Stätte aus dem fünfzehnten Jahrhundert. Machu Picchu sei offenbar Opfer seines eigenen Erfolgs geworden, so die Stiftung, steht aber bei vielen Reisenden noch ganz oben auf der Wunschliste.
Die Stiftung ist nun nach Lima zurückgekehrt, um Gespräche mit den Behörden voranzutreiben. Man hoffe, mit der neuen politischen Führung zusammenarbeiten zu können, sobald der demokratische Prozess einen kritischen positiven Punkt erreiche.
Die Stiftung erklärte, sie erwäge derzeit nicht, Machu Picchu den Status als Weltwunder abzuerkennen. Sie wünsche sich jedoch dringend Verbesserungen bei der Infrastruktur und dem Besuchermanagement an der Stätte.
Die Debatte um Übertourismus an historischen Stätten ist weltweit ein wachsendes Problem. Von Venedig über Barcelona bis Machu Picchu suchen Regierungen und internationale Organisationen nach einem Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichem Nutzen des Tourismus und dem Schutz des kulturellen Erbes für künftige Generationen.
