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Bundesregierung will Regeln für Krankschreibungen verschärfen

Bundesregierung will Regeln für Krankschreibungen verschärfen

Die Bundesregierung von Kanzler Merz will die Regeln für Krankschreibungen in Deutschland verschärfen, um hohe Krankenstände zu senken und die Wirtschaft anzukurbeln. Künftig soll schon ab dem ersten Krankheitstag ein ärztliches Attest nötig sein, nicht erst ab dem vierten. Arbeitgeber sollen aber weiterhin bis zu sechs Wochen lang den vollen Lohn zahlen. Andere europäische Länder handhaben die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sehr unterschiedlich.

Die Bundesregierung will die Regeln für Krankschreibungen in Deutschland verschärfen. Die Regierung von Kanzler Merz will damit hohe Krankenstände stoppen und die Wirtschaft wieder ankurbeln.

Demnach wäre in Deutschland künftig schon ab dem ersten Krankheitstag ein ärztliches Attest nötig, und nicht erst ab dem vierten Tag, wie es bislang der Fall ist.

An der Lohnfortzahlung selbst soll sich zunächst nichts ändern. Arbeitgeber sollen weiterhin bis zu sechs Wochen lang den vollen Lohn im Krankheitsfall zahlen.

Andere europäische Länder handhaben das Thema unterschiedlich. In Frankreich muss das ärztliche Attest binnen 48 Stunden dem Arbeitgeber vorgelegt werden, und die gesetzliche Krankenkasse zahlt ab dem vierten Krankentag 50 Prozent des Gehalts.

In Spanien gibt es in den ersten drei Tagen kein Krankengeld, danach steigt die Zahlung schrittweise an. In Polen beträgt das Krankengeld 80 Prozent, und zwar vom ersten Tag an, oder 100 Prozent, wenn die Krankheit arbeitsbedingt war.

Auch andere Länder versuchen, möglichen Missbrauch einzudämmen. Polen etwa verschärft die Regeln mit einer neuen obligatorischen ärztlichen Untersuchung nach den ersten 14 Fehltagen.

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