politics | Euronews Deutsch |
Die mutmassliche ehemalige RAF-Terroristin Daniela Klette ist wegen bewaffneter Raubueberfaelle zu 13 Jahren Gefaengnis verurteilt worden. Klette lebte jahrzehntelang unter falschem Namen in Berlin, bevor sie 2024 gefasst wurde.
Die mutmassliche ehemalige Terroristin der Roten Armee Fraktion (RAF) Daniela Klette ist von einem deutschen Gericht wegen mehrerer bewaffneter Raubueberfaelle zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Wie Euronews Deutsch berichtet, handelt es sich um eines der aufsehenerregendsten Urteile in der juengeren deutschen Justizgeschichte.
Klette lebte nach dem Ende der RAF jahrzehntelang unter falschem Namen in Berlin, bevor sie im Jahr 2024 von den Behoerden gefasst wurde. Ihre Festnahme beendete eine der laengsten Fahndungen in der Geschichte der Bundesrepublik und sorgte international fuer Schlagzeilen.
Die Verurteilung bezieht sich auf bewaffnete Ueberfaelle, die Klette waehrend ihrer Zeit im Untergrund begangen haben soll. Die Staatsanwaltschaft konnte nachweisen, dass sie an mehreren Raubueberfaellen beteiligt war, mit denen sie ihren Lebensunterhalt im Verborgenen finanzierte.
Die RAF war eine linksextremistische terroristische Vereinigung, die Deutschland von den 1970er bis in die 1990er Jahre mit Anschlaegen, Entfuehrungen und Morden erschuetterte. Obwohl sich die Gruppe 1998 offiziell aufloeste, blieben mehrere ehemalige Mitglieder jahrzehntelang auf der Flucht.
Das Urteil gegen Klette wird als wichtiger Schritt in der strafrechtlichen Aufarbeitung der RAF-Geschichte betrachtet. Es zeigt, dass auch Jahrzehnte nach den Taten die Justiz entschlossen ist, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Die Verteidigung hat die Moeglichkeit, Berufung gegen das Urteil einzulegen.