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AfD-Bundesparteitag in Erfurt startet unter massiven Protesten

AfD-Bundesparteitag in Erfurt startet unter massiven Protesten

In Erfurt hat der zweitägige Bundesparteitag der AfD begonnen, bei dem die Partei einen neuen Vorstand wählen will. Das Spitzenduo Weidel und Chrupalla gilt als gesetzt. Begleitet wird das Treffen von großen Protesten: Die Sicherheitsbehörden rechnen mit bis zu 50.000 Gegendemonstranten, bereits am Morgen blockierten Aktivisten mehrere Zufahrtsstraßen. Thüringens Polizei ist mit tausenden Beamten im Einsatz.

In Erfurt hat am heutigen Tag der zweitägige Bundesparteitag der AfD begonnen, der von großen Protesten und einem massiven Aufgebot der Polizei begleitet wird. Im Mittelpunkt des Treffens steht die Wahl eines neuen Parteivorstands, mit der die Partei ihre Führung für die kommende Zeit bestimmen will. Bereits vor Beginn zeichnete sich ab, dass der Parteitag in einer angespannten Atmosphäre stattfindet.

Bei der anstehenden Vorstandswahl gilt das Spitzenduo Alice Weidel und Tino Chrupalla als gesetzt. Damit deutet vieles darauf hin, dass die bisherige Doppelspitze ihre Position an der Parteispitze behaupten wird. Die endgültige Entscheidung soll im Verlauf des Parteitags fallen, auf dem die Delegierten über die Zusammensetzung des Vorstands abstimmen.

Rund um die Veranstaltung haben sich zahlreiche Gegner der Partei mobilisiert. Die Sicherheitsbehörden rechnen mit bis zu 50.000 Gegendemonstranten, die im Laufe des Tages in Erfurt erwartet werden. Damit gehört der Parteitag zu den Anlässen, bei denen sich der Protest gegen die AfD in besonders großer Zahl auf der Straße zeigt.

Schon am Morgen blockierten Aktivisten mehrere Zufahrtsstraßen, um den Ablauf des Parteitags zu stören. Das Bündnis Widersetzen hatte im Vorfeld angekündigt, Zufahrtswege zum Veranstaltungsort zu blockieren. Die Aktionen sorgten bereits in den frühen Stunden für Behinderungen im Umfeld des Tagungsortes und stellten die Einsatzkräfte vor zusätzliche Herausforderungen.

Nach Angaben der Stadtverwaltung in Erfurt sind im Zusammenhang mit dem Parteitag mehr als 30 Versammlungen angemeldet. Um die verschiedenen Kundgebungen und Blockadeversuche zu begleiten und die Sicherheit zu gewährleisten, ist die Thüringer Polizei mit tausenden Beamten im Einsatz. Der Großeinsatz zieht sich durch weite Teile der Stadt.

Ob die geplanten Blockaden überall zulässig sind, ist in Erfurt aktuell noch Gegenstand einer juristischen Auseinandersetzung. Nach Polizeiangaben gilt das Demonstrationsverbot auf einigen Strecken weiter, sodass an diesen Stellen Kundgebungen und Blockaden untersagt bleiben. Die rechtliche Klärung läuft parallel zum Geschehen vor Ort weiter.

Der Bundesparteitag in Erfurt vereint damit zwei Ebenen an einem Tag: die parteiinterne Entscheidung über die künftige Führung und die massive Mobilisierung der Gegner auf den Straßen der Stadt. Während die Delegierten über den neuen Vorstand abstimmen, prägen Proteste, Blockaden und der Polizeieinsatz das Bild rund um den Tagungsort und machen den zweitägigen Parteitag zu einem der aufmerksam beobachteten politischen Termine.

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