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Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat nach einem informellen Treffen der EU-Außenminister auf Zypern erklärt, dass die EU keine neutrale Vermittlerrolle im Friedensprozess zwischen der Ukraine und Russland anstreben werde.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat nach einem informellen Treffen der EU-Außenminister auf Zypern unmissverständlich klargestellt, dass die Europäische Union keine neutrale Vermittlerrolle im Friedensprozess zwischen der Ukraine und Russland übernehmen werde. Mit dieser Erklärung wollte sie die anhaltende Debatte darüber beenden, ob die EU einen eigenen Vermittler ernennen sollte.
Die von den USA initiierten Friedensverhandlungen liegen seit Beginn des Konflikts im Nahen Osten auf Eis. Kiew hat die europäischen Partner öffentlich dazu aufgerufen, aktiver in den Friedensprozess einzugreifen. Innerhalb der EU sind die Mitgliedstaaten jedoch gespalten über den richtigen Ansatz.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni setzen sich für direkte Verhandlungen mit Russland ein. Die Europäische Kommission hingegen betonte, dass direkte Gespräche erst dann sinnvoll seien, wenn der Kreml zu echten Zugeständnissen bereit sei.
Zusätzlich besteht die Sorge unter den EU-Mitgliedstaaten, dass sich US-Präsident Donald Trump vollständig aus den Friedensverhandlungen zurückziehen könnte. Dies würde Europa in eine noch schwierigere Lage bringen und den Druck erhöhen, eine eigenständige diplomatische Strategie zu entwickeln.
Die Positionierung von Kallas verdeutlicht die komplexe Lage der EU im Ukraine-Konflikt: Die Union versteht sich als Unterstützerin Kiews und lehnt es ab, als neutraler Vermittler aufzutreten, während gleichzeitig der Wunsch nach einem Ende des Krieges wächst. Euronews berichtete darüber.