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Der norwegische Ministerprasident Jonas Gahr Store hat in Paris mit Emmanuel Macron ein neues bilaterales Verteidigungsabkommen unterzeichnet. Das NAVIC-Abkommen sieht die mogliche Stationierung franzosischer Luftstreitkrafte in Partnerlandern vor.
Der norwegische Ministerprasident Jonas Gahr Store hat bei einem Besuch in Paris gemeinsam mit dem franzosischen Prasidenten Emmanuel Macron ein neues bilaterales Verteidigungsabkommen beschlossen. Das sogenannte NAVIC-Abkommen wurde von den Verteidigungsministern beider Lander unterzeichnet und soll die militarische Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Norwegen erheblich starken.
Das Abkommen sieht unter anderem die Moglichkeit vor, Teile der franzosischen Luftwaffe vorubergehend in Partnerlandern zu stationieren. Es enthalt zudem eine Klausel zum gegenseitigen Beistand, die die sicherheitspolitische Bindung zwischen den beiden Nationen auf eine neue Stufe hebt. Der norwegische Regierungschef begruesste die Initiative ausdruecklich.
Das Abkommen steht im Zusammenhang mit Macrons aktualisierter Nukleardoktrin, die er Anfang Maerz auf dem Marine-Stuetzpunkt Ilong in der Bretagne vorgestellt hatte. Macron sprach dabei von einer fortgeschrittenen Abschreckung, an der mehrere europaische Lander, darunter auch Deutschland, beteiligt sein sollen.
Der franzosische Prasident machte jedoch unmissverstandlich deutlich, dass die endgueltige Entscheidung ueber den Einsatz von Atomwaffen ausschliesslich bei Frankreich liege. Die erweiterte Abschreckungsstrategie zielt darauf ab, europaischen Partnern einen zusaetzlichen Sicherheitsschirm zu bieten, ohne die nationale Souveranitat ueber das Arsenal aufzugeben.
Frankreichs EU-Minister Benjamin Haddad betonte gegenueber Euronews, dass die Europaer bereit sein sollten, einen eigenen diplomatischen Kanal nach Moskau zu unterhalten, die Prioritaet aber weiterhin auf der Unterstuetzung der Ukraine und dem Druck auf Russland liegen muesse. Euronews berichtete darueber.