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Teheran hat eine Karte vorgestellt, auf der Iran die hoheitliche Kontrolle ueber einen Abschnitt der Strasse von Hormuz beansprucht, der tief in die Hoheitsgewaesser der Vereinigten Arabischen Emirate und Omans hineinreicht. Fuenf Golfstaaten warnten ueber die Internationale Seeschifffahrtsorganisation, Reedereien sollten sich nicht an die Auflagen Teherans halten. Iran erhebt zudem Gebuehren fuer Navigationsdienste.
Teheran hat eine Karte vorgestellt, auf der Iran die hoheitliche Kontrolle ueber einen Abschnitt der Strasse von Hormuz beansprucht. Der beanspruchte Bereich reicht tief in die Hoheitsgewaesser der Vereinigten Arabischen Emirate und Omans hinein und stellt damit eine direkte Herausforderung der Souveraenitaet beider Nachbarlaender dar.
Fuenf Golfstaaten reagierten umgehend und warnten ueber die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO), dass Reedereien sich nicht an die Auflagen Teherans halten sollten. Die Warnung unterstreicht die wachsende Besorgnis in der Region ueber Irans Versuche, einseitig die Kontrolle ueber die strategisch wichtigste Wasserstrasse der Welt auszuweiten.
Zudem erhebt Iran nach Angaben eines Sprechers des Aussenministeriums Gebuehren fuer Navigationsdienste von Schiffen, die die Strasse von Hormuz durchfahren. Teheran betont dabei, es handele sich nicht um Mautgebuehren, sondern um Beitraege zur Finanzierung von Navigationsdiensten sowie Massnahmen zum Schutz der Umwelt im Persischen Golf und im Arabischen Meer.
Die Strasse von Hormuz ist seit Kriegsbeginn vor zwoelf Wochen de facto gesperrt. Seit dem 7. April besteht ein Waffenstillstand. Iran erklaerte zuletzt, Teheran und Washington seien sich beim Abkommen zur Beendigung des Krieges naeher gekommen, eine voellige Einigung stehe aber nicht unmittelbar bevor.
Die Veroeffentlichung der Karte und die Erhebung von Gebuehren werden von Beobachtern als Versuch Teherans gewertet, auch im Falle einer Wiedereroeffnung der Wasserstrasse dauerhaften Einfluss auf den Schiffsverkehr zu behalten. Dies koennte die laufenden Verhandlungen mit den USA zusaetzlich belasten und die Spannungen mit den Golfstaaten weiter verschaerfen.