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Die italienische Regierung hat ihren Botschafter aus Israel zurueckgerufen und Sanktionen gegen den israelischen Minister Itamar Ben Gvir gefordert. Der Schritt folgt auf Vorwuerfe im Zusammenhang mit dem Verhalten der israelischen Polizei gegenueber Aktivisten und palaestinensischen Gefangenen.
Die italienische Regierung hat ihren Botschafter in Israel zurueckgerufen und Sanktionen gegen den israelischen Minister fuer nationale Sicherheit, Itamar Ben Gvir, gefordert. Der diplomatische Schritt stellt eine deutliche Verschaerfung der Spannungen zwischen Rom und Jerusalem dar.
Der italienische Abgeordnete Arturo Scotto von der Demokratischen Partei, der an der humanitaeren Hilfsexpedition der Global Sumod Flottilla teilgenommen hatte, forderte die Isolierung Israels von der internationalen Gemeinschaft. Er sprach sich zudem fuer die Aussetzung des EU-Israel-Assoziierungsabkommens aus.
Ben Gvir gilt als einer der umstrittensten Minister in der Regierung von Ministerpraesident Benjamin Netanjahu. Er ist ein zentraler Koalitionspartner, dessen Partei massgeblich zum Wahlsieg Netanjahus beigetragen hat. Der Senator Claudio Borghi von der Lega betonte, dass es unabhaengig von der politischen Bewertung der Massnahmen Grenzen gebe, die nicht ueberschritten werden duerften.
Die Flottilla-Aktion, bei der das Schiff von der israelischen Armee auf See abgefangen wurde, hatte international fuer Aufsehen gesorgt. Italien gehoert damit zu den ersten EU-Staaten, die konkrete diplomatische Konsequenzen aus dem Verhalten Israels gegenueber humanitaeren Hilfsorganisationen und palaestinensischen Gefangenen ziehen.
Die diplomatische Krise zwischen Italien und Israel fuegt sich in den breiteren Kontext wachsender europaeischer Kritik an der israelischen Politik ein. Mehrere EU-Aussenminister diskutieren derzeit auf Zypern ueber gemeinsame Massnahmen gegenueber Israel, waehrend die humanitaere Lage in Gaza und im Suedlibanon weiterhin angespannt bleibt, wie Euronews Deutsch berichtete.