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Merz kündigt Kauf von US-Tomahawk-Raketen für Deutschland an

Merz kündigt Kauf von US-Tomahawk-Raketen für Deutschland an

Die USA und Deutschland haben sich auf den Verkauf von Tomahawk-Mittelstreckenraketen geeinigt, wie Bundeskanzler Friedrich Merz in einer Regierungserklärung bekanntgab, so Euronews. Bislang gibt es keine in Europa hergestellten Marschflugkörper mit ähnlicher Reichweite und Schlagkraft, doch Merz betonte, Europa arbeite an eigenen Raketen. Deutschland betrachtet die Tomahawks als Teil seiner Abschreckungsstrategie gegenüber Russland. Die genaue Zahl der Raketen soll geheim bleiben, und einen Liefertermin nannte Merz zunächst nicht.

Die USA und Deutschland haben sich auf den Verkauf von Tomahawk-Mittelstreckenraketen geeinigt. Das gab Bundeskanzler Friedrich Merz in einer Regierungserklärung bekannt, wie Euronews berichtet. Der Schritt markiert einen bedeutenden Ausbau der deutschen Verteidigungsfähigkeiten mit weitreichenden Waffensystemen aus amerikanischer Produktion und dürfte die sicherheitspolitische Ausrichtung des Landes für die kommenden Jahre prägen.

Hintergrund ist eine Lücke in der europäischen Rüstung. Bislang, so hieß es, gibt es keine in Europa hergestellten Marschflugkörper mit ähnlicher Reichweite und Schlagkraft wie die Tomahawk-Raketen. Damit füllt der geplante Kauf eine Fähigkeitslücke, die die europäischen Streitkräfte aus eigener Produktion bislang nicht schließen können.

Merz betonte allerdings, dass Europa an einer eigenen Lösung arbeite. Nach seinen Worten bemüht sich der Kontinent darum, eigene Raketen zu entwickeln, um langfristig weniger von amerikanischen Systemen abhängig zu sein. Der Kauf der Tomahawks erscheint damit auch als Übergangslösung, bis europäische Alternativen tatsächlich einsatzbereit sind.

Für die Bundesregierung ist die Beschaffung Teil einer klaren strategischen Ausrichtung. Deutschland betrachtet die Tomahawks als Bestandteil seiner Abschreckungsstrategie gegenüber Russland, in einem sicherheitspolitischen Umfeld, das seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine als deutlich angespannter gilt.

Zugleich blieben zentrale Fragen offen. Die genaue Zahl der zu beschaffenden Raketen soll den Angaben zufolge geheim bleiben, und auch einen konkreten Liefertermin nannte Merz zunächst nicht. Damit ist vorerst unklar, wann und in welchem Umfang die Waffensysteme der Bundeswehr tatsächlich zur Verfügung stehen werden.

Bemerkenswert ist die Einigung auch vor dem Hintergrund der jüngsten militärischen Ereignisse. Ein Verkauf an Deutschland galt zwischenzeitlich als unwahrscheinlich, da die USA im Krieg mit dem Iran sehr viele Tomahawks verschossen haben sollen. Dass die Vereinbarung nun dennoch zustande kam, unterstreicht die Bedeutung, die beide Seiten dem Ausbau der deutschen Abschreckungsfähigkeit beimessen.

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