Forscher einer Greenpeace-Expedition erkunden die Tiefsee der Arktis, eines der am wenigsten erforschten Wildnisgebiete der Erde. Das sogenannte Banana Hole ist ein abgelegenes und geheimnisvolles Gebiet der arktischen Hochsee zwischen Norwegen und Grönland.
Greenpeace zufolge beherbergt das Banana Hole Unterwasserberge sowie vulkanische heiße Quellen, die eine Art lebende Bibliothek der Geschichte unseres Planeten darstellen. Die Ökosysteme in dieser Tiefe sind weitgehend unerforscht.
Trotz seiner ökologischen Bedeutung ist das Banana Hole durch den Tiefseebergbau bedroht. Industrieunternehmen interessieren sich für die mineralreichen Ablagerungen auf dem Meeresboden in dieser Region.
Das Greenpeace-Schiff ist Anfang des Monats zu einer einmonatigen Expedition aufgebrochen, um das Bewusstsein für die Gefahren des Tiefseebergbaus zu schärfen. Aus Tiefen von bis zu dreitausend Metern wird live gestreamt.
Die Expedition soll nach unentdeckten Arten und uralten Ökosystemen suchen. Wissenschaftler hoffen, neue Erkenntnisse über die Biodiversität der arktischen Tiefsee zu gewinnen.
Umweltschützer fordern ein internationales Moratorium für den Tiefseebergbau, bis die ökologischen Folgen besser verstanden werden. Die Zerstörung empfindlicher Lebensräume in der Tiefsee könnte irreversibel sein.
Die Expedition verbindet wissenschaftliche Forschung mit öffentlicher Aufklärung. Durch die Live-Übertragung können Menschen weltweit die Geheimnisse der arktischen Tiefsee in Echtzeit miterleben und die Notwendigkeit ihres Schutzes besser verstehen.
