Fuer die deutschen Basketballer hat ein grosses Turnier mit einer Silbermedaille geendet. Im Finale in Warschau unterlagen sie mit 15:20. Damit verpassten sie zwar den angestrebten Titel, sicherten sich aber den zweiten Platz. Der Wunsch war ein anderer gewesen, denn das Team wollte in diesem Endspiel unbedingt Gold gewinnen.
Der Beginn der Partie liess die deutschen Hoffnungen zunaechst steigen. Die Mannschaft fuehrte schnell und spielte sehr konzentriert. Vor allem in der Defensive setzte sie den Gegner unter Druck und zwang die Letten immer wieder zu Fouls. In dieser Phase deutete vieles auf einen moeglichen Triumph hin.
Im Angriff ruhten die Hoffnungen einmal mehr auf Denzel Agyeman. Er lief erneut zur Hoechstform auf und war der auffaelligste Spieler im deutschen Team. Doch trotz seiner starken Leistung blieb ein Aspekt seines Spiels diesmal aus. Nur ein einziges Mal gelang ihm ein Zwei-Punkte-Wurf, und das war am Ende zu wenig.
Mit der Zeit kam der Gegner Schritt fuer Schritt wieder heran. Die Deutschen liessen die Letten zurueck ins Spiel kommen und konnten den anfaenglichen Vorsprung nicht ueber die gesamte Distanz verteidigen. So entwickelte sich aus einer vielversprechenden Ausgangslage ein offener Schlagabtausch.
In der entscheidenden Schlussphase machte sich die Erfahrung des Gegners bemerkbar. In den letzten drei Minuten ging dem deutschen Team gegen den Olympiasieger zunehmend die Luft aus. Am Ende stand die Niederlage mit 15:20 fest, und die Letten sicherten sich den Titel im Endspiel von Warschau.
Trotz der Enttaeuschung ueber das verpasste Gold ueberwiegt der Stolz auf das Erreichte. Fuer die deutschen Basketballer ist die Silbermedaille der groesste Erfolg ihrer bisherigen Karriere. Das Finale gegen einen Olympiasieger zeigte, dass die Mannschaft inzwischen zur erweiterten Weltspitze gehoert und in einem Endspiel mithalten kann.
