Bei den Eisbären Bremerhaven wird die To-do-Liste immer länger. Erst hatte ein Spieler den Club verlassen, um für ein halbes Jahr in Ruanda Basketball zu spielen, nun folgt die nächste einschneidende Nachricht für den Verein, die auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz an diesem Vormittag bekannt gegeben wurde.
Denn Trainer Steven Esterkamp verlässt die Eisbären und wechselt in die Basketball-Bundesliga nach Jena. Die spontane Pressekonferenz machte den Abgang offiziell und stellte den Club zugleich vor die Aufgabe, sich auf der Trainerposition nun möglichst schnell neu aufzustellen.
Esterkamp selbst sprach von einer schwierigen Entscheidung. Seine Zeit in Bremerhaven sei sehr gut gewesen, die sogenannte Eisbären-Family sei super für ihn und seine Familie gewesen, sagte er. Dennoch sehe er in dem Wechsel in die höhere Liga eine große Chance für sich.
Es sei die richtige Richtung für seine Karriere und der passende nächste Schritt, erklärte der Trainer seinen Weggang. Trotz der guten Erfahrungen in Bremerhaven habe das Angebot aus der Bundesliga für ihn letztlich den Ausschlag gegeben, den Club zu verlassen.
Esterkamp war im Sommer 2024 nach Bremerhaven gekommen. Seitdem fügte sich der Kader zusammen, und auch sportlich lief es für die Eisbären. In seiner ersten Saison erreichte das Team den vierten Platz und etablierte sich damit im oberen Bereich der Liga.
In diesem Jahr scheiterte der Club dann nur knapp am Aufstieg in die Basketball-Bundesliga. Genau das wurde nun zum Knackpunkt: Durch den verpassten Aufstieg griff eine Ausstiegsklausel, die Teil von Esterkamps Vertrag gewesen war, sodass der Verein auf diese Möglichkeit vorbereitet war.
Dennoch sei der Abgang sehr schade, hieß es vonseiten des Clubs, man hätte den Trainer alle gerne in Bremerhaven behalten. Nun steht der Geschäftsführer vor der Aufgabe, möglichst schnell einen neuen Trainer zu finden, um die Mannschaft rechtzeitig für die kommende Saison wieder neu aufzustellen.
