Nach dem Sieg von Paris Saint-Germain im Champions-League-Finale gegen Arsenal in Budapest ist es in der franzoesischen Hauptstadt am Samstagabend zu schweren Ausschreitungen gekommen. Am Rande der Jubelfeier nahm die Polizei in ganz Frankreich mehr als 800 Personen fest, was die historischen Feierlichkeiten ueberschattete.
Nach Polizeiangaben hatten sich rund 20.000 Menschen auf den Champs-Elysees in Paris versammelt, um den historischen zweiten Champions-League-Sieg in Folge zu feiern. Doch die friedliche Atmosphaere kippte schnell, als gewalttaetige Gruppen begannen, Geschaefte zu verwuesten und Autos in Brand zu setzen.
Trainer Luis Enrique war einer der euphorischsten nach dem Triumph in Budapest. Die Feierlichkeiten gipfelten an der Eiffel Turm, wo ein spektakulaerer Abschluss der Champions-League-Saison inszeniert wurde. Doch die beeindruckenden Bilder von der Feier wurden durch die gewalttaetigen Szenen in der Innenstadt ueberschattet.
Die Champions League hat auch ihr bestes Elfteam der Saison gewaehlt, in dem zwei Spanier vertreten sind: Torhueter David Raya und Marcos Llorente. Zusaetzlich wurde der Real-Madrid-Spieler Arda Gueler zum Spieler der Saison ernannt, was die Dominanz des spanischen Fussballs in Europas hoechster Spielklasse unterstreicht.
Die Ausschreitungen in Paris fuegen sich in ein bekanntes Muster ein: Grosse Sportveranstaltungen loesen in der franzoesischen Hauptstadt regelmaessig sowohl Jubelfeiern als auch Gewaltausbrechue aus. Die Polizei war mit einem Grossaufgebot im Einsatz, konnte die Krawalle jedoch nicht vollstaendig verhindern.
Bei den Ausschreitungen kam ein Mensch ums Leben, was die tragische Seite der Feierlichkeiten verdeutlicht. Die Behoerden leiteten umgehend Ermittlungen ein, waehrend die Stadt Paris mit den Aufraeumarbeiten begann. Die massive Zahl von ueber 800 Festnahmen zeigt das Ausmass der Gewalt.
PSG hat mit dem zweiten aufeinanderfolgenden Champions-League-Titel Geschichte geschrieben und sich endgueltig als europaeische Spitzenmannschaft etabliert. Fuer den Verein und seine Fans war es ein historischer Moment, der jedoch durch die Gewalt auf den Strassen von Paris einen bitteren Beigeschmack erhielt.
