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EU-Kommissar Michael McGrath hat auf Euronews den geplanten Digital Fairness Act vorgestellt, der noch vor Jahresende vorgelegt werden soll. Das Gesetz soll Verbraucher vor Dark Patterns, süchtig machendem Design, unfairer Personalisierung, dynamischen Preisen bei Konzerttickets und Abofallen schützen, bei denen kostenlose Testphasen automatisch in dauerhafte Verpflichtungen übergehen.
Die Europäische Union bereitet ein neues Gesetz vor, das Verbraucher vor den häufigsten digitalen Täuschungspraktiken schützen soll. EU-Kommissar Michael McGrath stellte auf Euronews die Pläne für den Digital Fairness Act vor, der noch vor Ende dieses Jahres vorgelegt werden soll.
Im Fokus des geplanten Gesetzes stehen sogenannte Dark Patterns, also manipulative Designtechniken, die Nutzer zu ungewollten Entscheidungen verleiten. Dazu gehören auch süchtig machende Designs, die besonders bei sozialen Medien und Spielen eingesetzt werden, sowie unfaire Personalisierung von Inhalten und Preisen.
Ein besonderes Augenmerk richtet der Kommissar auf das Problem dynamischer Preise, etwa wenn man in einer Warteschlange für Konzerttickets steht und die Preise plötzlich steigen. Ebenso sollen Abofallen bekämpft werden, bei denen Verbraucher sich für eine kostenlose Testphase anmelden, die automatisch in eine dauerhafte und schwer kündbare Verpflichtung übergeht.
McGrath betonte, dass er und sein Team diese Probleme im Kontext des Digital Fairness Act systematisch aufarbeiten. Das Gesetz soll sicherstellen, dass die Regeln, die in der analogen Welt für den Verbraucherschutz gelten, auch in der digitalen Welt konsequent durchgesetzt werden.
Der EU-Kommissar, der aus Irland stammt und sich selbst als Verfechter sozialer Marktwirtschaft bezeichnet, unterstrich, dass Europa mit seinem starken Verbraucherschutz ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Wirtschaftsregionen besitze. Der Digital Fairness Act soll diesen Vorsprung im digitalen Zeitalter sichern und ausbauen.