Betrügerische Stellenanzeigen stellen eine wachsende Gefahr für Jobsuchende dar. In Großbritannien haben sich die Meldungen über gefälschte Stellenanzeigen in wenigen Jahren verdoppelt. Betrüger verlangen insbesondere bei Stellenangeboten im Ausland Gebühren für Jobs, die es offensichtlich gar nicht gibt.
Geld wird verlangt für vermeintliche Überprüfungen, Visa-Gebühren sowie Schulungs- und Einarbeitungskosten. Eine LinkedIn-Studie in Großbritannien und Deutschland ergab, dass etwa 30 Prozent der Personalvermittler einen Identitätsdiebstahl im Zusammenhang mit Bewerbungsprozessen berichteten.
Besonders betroffen ist die Generation Z. Etwa 43 Prozent der Arbeitssuchenden dieser Altersgruppe in Großbritannien gaben an, beinahe auf einen Betrug hereingefallen zu sein. 31 Prozent sagten, sie seien tatsächlich betrogen worden. Die Zahlen in Deutschland sind nur geringfügig niedriger: Jeder dritte Bewerber der Gen Z wäre beinahe betrogen worden.
Die Sorge um den Mangel an Jobs verstärkt das Risiko. Auch wenn junge Bewerber oft über gute digitale Kompetenzen verfügen, übersehen viele die Warnsignale aus Angst, ein Angebot zu verpassen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Jüngere betrogen werden, ist dabei größer als bei älteren Bewerbern.
Experten raten zur Vorsicht bei bestimmten Warnsignalen. Wenn vorab Zahlungen verlangt werden oder sensible persönliche Daten abgefragt werden, sollten Bewerber hellhörig werden. Auch wenn zu einer schnellen Entscheidung gedrängt wird, kann dies ein Hinweis auf Betrug sein.
