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Eine internationale Denkmalstiftung hat Peru die Zusammenarbeit angeboten, um die Probleme an der Inka-Stätte Machu Picchu zu lösen. Touristen klagen über unerträgliches Gedränge, lange Warteschlangen und unzuverlässige Verkehrsmittel. Die Stiftung New Seven Wonders warnte bereits im September, dass der Status als eines der sieben Weltwunder auf dem Spiel stehe, doch politische Lähmung in Peru habe bisher jeden Fortschritt verhindert.
Eines der berühmtesten Bauwerke der Menschheitsgeschichte droht an seinem eigenen Erfolg zu zerbrechen. Die hoch in den peruanischen Anden gelegene Inka-Stätte Machu Picchu, die seit Jahrhunderten Reisende aus aller Welt in ihren Bann zieht, leidet unter einer Besucherlawine, die das Erlebnis für Touristen zunehmend zur Qual macht und die historische Substanz der Ruinen gefährdet.
Besucher berichten von unerträglichem Gedränge auf den engen Wegen zwischen den Steinmauern, von stundenlangen Warteschlangen am Eingang und von unzuverlässigen Transportmitteln, die den Aufstieg zur Anlage zu einem logistischen Abenteuer machen. Das Erlebnis, das viele als Höhepunkt einer Südamerika-Reise planen, verwandelt sich für nicht wenige in eine frustrierende Enttäuschung.
Bereits im September vergangenen Jahres hatte die Stiftung New Seven Wonders eine eindringliche Warnung ausgesprochen. Machu Picchus Status als eines der sieben neuen Weltwunder sei ernsthaft gefährdet, wenn Peru nicht entscheidende Maßnahmen zur Besucherlenkung und zum Schutz der Anlage ergreife. Die Stiftung kehrte nun nach Lima zurück, um die Gespräche mit den Behörden wieder aufzunehmen.
Doch der Fortschritt lässt auf sich warten. Die politische Instabilität in Peru, die das Land seit Jahren lähmt, hat jede strukturelle Reform im Umgang mit dem Massentourismus an der Inka-Stätte blockiert. Vertreter der Stiftung zeigten sich enttäuscht über die mangelnde Bewegung seit ihrer letzten Warnung und führten die Stagnation auf eine quasi-Lähmung des politischen Systems zurück.
Trotz aller Probleme steht Machu Picchu bei Millionen von Reisenden weiterhin ganz oben auf der Wunschliste. Die im fünfzehnten Jahrhundert auf einem Bergkamm errichtete Stadt fasziniert durch ihre architektonische Präzision, ihre spektakuläre Lage und das Rätsel ihres Zwecks, das Wissenschaftler bis heute beschäftigt. Die Herausforderung besteht darin, dieses Erbe für künftige Generationen zu bewahren, ohne den Zugang vollständig zu beschränken, ein Balanceakt, der Peru bislang nicht gelungen ist.