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Brüssel verbietet ausleihbare E-Scooter ab kommendem Jahr

Brüssel verbietet ausleihbare E-Scooter ab kommendem Jahr

Die belgische Hauptstadt Brüssel verbannt von kommendem Jahr an die per App ausleihbaren E-Scooter und folgt damit dem Beispiel von Städten wie Paris und Berlin. 2025 wurden mehr als 660 Menschen bei Unfällen mit den Elektrorollern verletzt.

Die belgische Hauptstadt Brüssel macht Schluss mit den per App ausleihbaren E-Scootern. Von kommendem Jahr an sollen die Leih-Elektroroller aus dem Stadtbild verschwinden, womit die Stadt einen seit Jahren wachsenden Trend der geteilten Mikromobilität wieder zurückdreht.

Mit diesem Schritt folgt Brüssel dem Beispiel anderer europäischer Städte. Metropolen wie Paris und Berlin hatten die ausleihbaren Elektroroller bereits zuvor von ihren Straßen verbannt, sodass sich die belgische Hauptstadt nun in eine Reihe von Großstädten einreiht, die das Angebot wieder beenden.

Ein zentraler Kritikpunkt sind die oft achtlos abgestellten Fahrzeuge. Rücksichtslos auf Gehwegen oder an Kreuzungen zurückgelassene E-Scooter machen vor allem Menschen mit eingeschränkter Mobilität das Leben schwer, die sich an den im Weg liegenden Rollern vorbeibewegen müssen.

Auch die Sicherheitsbilanz spielt eine Rolle bei der Entscheidung. Im Jahr 2025 wurden mehr als 660 Menschen bei Unfällen mit den Elektrorollern verletzt, eine Zahl, die den Druck auf die Verantwortlichen erhöht hat, die Nutzung der Geräte im öffentlichen Raum stärker zu regulieren.

Hinzu kommt ein Aspekt, der über klassische Verkehrsfragen hinausgeht. Nach den vorliegenden Angaben sollen die Elektroroller im vergangenen Jahr bei 25 Schießereien zum Einsatz gekommen sein, was den schnellen und anonymen Leihfahrzeugen eine zusätzliche, unerwartete Dimension verleiht.

Trotz des Verbots will Brüssel den Bürgern weiterhin umweltfreundliche Fortbewegungsmittel anbieten. Statt der E-Scooter soll das Angebot an ausleihbaren Leihfahrrädern und E-Bikes ausgebaut werden, damit die Menschen weiterhin auf flexible Alternativen zum eigenen Auto zurückgreifen können.

Die Entscheidung der belgischen Hauptstadt fügt sich in eine breitere europäische Debatte darüber ein, wie die geteilte Mikromobilität in dicht besiedelten Innenstädten geordnet werden kann. Sicherheit, Ordnung im öffentlichen Raum und der Schutz von Fußgängern stehen dabei im Mittelpunkt der Überlegungen vieler Städte.

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