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Berlin: 29 Verletzte nach Van-Angriff bei Pride-Parade, Falschinformationen verbreiten sich rasant

Berlin: 29 Verletzte nach Van-Angriff bei Pride-Parade, Falschinformationen verbreiten sich rasant

Bei einem Angriff nahe der Hauptparade des Berliner Christopher Street Day wurden 29 Menschen verletzt, nachdem ein weißer Van in eine Menschenmenge gefahren war. Nach dem Vorfall entstand rasch ein Informationsvakuum. Videos zeigten angeblich einen Mann in einem weißen T-Shirt, der von der Polizei festgenommen wurde, verbreitet mit der Behauptung, der Angreifer sei am Tatort gefasst worden, unter anderem über pro-russische Telegram-Gruppen und eine deutschsprachige Website des Pravda-Netzwerks. Die Polizei erklärte jedoch, zu diesem Zeitpunkt sei niemand festgenommen worden. Ein weiteres TikTok-Video zeigte angeblich fliehende Menschen, stammte aber von einer Schießerei beim Salsa-on-St.-Clair-Festival in Toronto. Nutzer identifizierten fälschlicherweise den TikTok-Creator Abdel-Malik als Angreifer, der jede Beteiligung zurückwies. Die Behörden identifizierten den Verdächtigen später als den 21-jährigen Abdel-B, der am folgenden Abend bei einem Polizeieinsatz erschossen wurde.

Ein Angriff am Rande einer der größten Feiern der queeren Gemeinschaft in Deutschland hat zahlreiche Menschen verletzt und anschließend eine Welle von Falschinformationen ausgelöst. Bei dem Vorfall wurden 29 Menschen verletzt, nachdem ein weißer Van in eine Menschenmenge in der Nähe der Hauptparade des Berliner Christopher Street Day gefahren war.

Während die Behörden noch daran arbeiteten, den Hergang zu klären, entstand rasch ein Informationsvakuum. In diese Lücke stießen Videos und Behauptungen, die sich in den sozialen Medien schnell verbreiteten, noch bevor gesicherte Erkenntnisse vorlagen.

Ein Video zeigte angeblich einen Mann in einem weißen T-Shirt, der von der Polizei festgenommen wurde. Die Aufnahme wurde weithin geteilt, verbunden mit der Behauptung, der Angreifer sei bereits am Tatort festgenommen worden, unter anderem über pro-russische Telegram-Gruppen und eine deutschsprachige Website des Pravda-Netzwerks.

Diese Darstellung stimmte jedoch nicht. Die Polizei erklärte, zu diesem Zeitpunkt sei niemand festgenommen worden, womit die an das Video geknüpfte Behauptung irreführend war und ein falsches Bild vom Stand der Ermittlungen zeichnete.

Auch ein weiteres, auf TikTok verbreitetes Video sollte angeblich fliehende Menschen nach dem Angriff zeigen. Tatsächlich stammte es gar nicht aus Berlin, sondern von einer Schießerei beim Salsa-on-St.-Clair-Festival in Toronto, bei der im Juli zwei Menschen getötet worden waren.

Die Fehlinformationen trafen auch eine konkrete Person. Nutzer identifizierten fälschlicherweise den TikTok-Creator Abdel-Malik als Angreifer, wobei die Videos neben politischen Beiträgen geteilt wurden, die Deutschlands Einwanderungs- und Abschiebepolitik kritisierten, obwohl die Polizei die Identität des Verdächtigen noch gar nicht bestätigt hatte. Malik wies jede Beteiligung zurück und erklärte, die Anschuldigung habe ihn und seine Familie in Gefahr gebracht.

Erst später brachten die Behörden Klarheit über den mutmaßlichen Täter. Sie identifizierten den Verdächtigen als einen anderen Mann, den 21-jährigen Abdel-B, der am folgenden Abend bei einem Polizeieinsatz erschossen wurde.

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