Einmal im Jahr verwandeln sich Berlins Strassen in eine Buehne fuer Radfahrer, und am Sonntag war es wieder so weit. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club meldet zu diesem Anlass eine grosse Demonstration an, die als Sternfahrt bekannt ist. Es ist ein fester Termin im Kalender der Stadt, an dem das Rad fuer einen Tag die Hauptrolle uebernimmt.
Der Zulauf war erneut enorm. Zigtausende Teilnehmer kamen zusammen, um bei der Sternfahrt mitzufahren, die sich quer durch die Stadt zog. Ziel der Route war die Strasse des 17. Juni, auf der die vielen Radlerinnen und Radler schliesslich zusammenliefen.
Fuer die Aktion wurde die Stadt in ungewohntem Mass freigeraeumt. Die Demonstration fuehrte ueber etliche Strassen der Stadt, die Autobahn ausdruecklich eingeschlossen. Damit die Route befahren werden konnte, mussten die betroffenen Abschnitte fuer den uebrigen Verkehr gesperrt werden.
Besonders eindruecklich war das Bild auf der Stadtautobahn. Fuer die Sternfahrt galt eine Vollsperrung, sodass die sonst stark befahrene Trasse so leer dalag, wie es nur einmal im Jahr vorkommt. Statt Autos rollten an diesem Tag Fahrraeder ueber den Asphalt.
Dahinter steht eine Ausnahme von der Regel. Ein Fahrrad ist eigentlich kein Kraftfahrzeug und darf deshalb normalerweise nicht auf der Autobahn fahren. Nur an diesem einen Tag im Jahr wird genau das moeglich, was der Sternfahrt ihren besonderen Reiz verleiht.
Die Veranstaltung zog Menschen von weit her an. Die Teilnehmer reisten aus Orten wie Wannsee, Potsdam, Erfurt und Muenchen an, um dabei zu sein. So wurde die Berliner Sternfahrt einmal mehr zu einem Treffpunkt fuer Radfahrer aus der Stadt und aus anderen Regionen.
