In der Nacht ist der Zugverkehr in ganz Deutschland für rund zweieinhalb Stunden zum Erliegen gekommen. Nach Angaben der Deutschen Bahn war eine Störung im digitalen Funknetz der Grund für den weitreichenden Ausfall. Über mehrere Stunden hinweg stand damit der Schienenverkehr in weiten Teilen des Landes still.
Auslöser des Stillstands war demnach ein Problem im digitalen Funknetz, über das der Bahnbetrieb gesteuert und abgesichert wird. Fällt dieses Netz aus, kann der Zugverkehr nicht im gewohnten Umfang aufrechterhalten werden, sodass es in der Nacht zu einem großflächigen Stillstand kam.
Betroffen war nicht nur ein einzelner Bereich des Bahnverkehrs. Neben dem Fernverkehr und dem Regionalverkehr waren auch der Güterverkehr und die S-Bahnen in verschiedenen Städten von der Störung erfasst. Damit zog sich der Ausfall durch nahezu alle Bereiche des Schienenverkehrs.
Inzwischen sei die Störung behoben, teilte die Deutsche Bahn mit. Der Zugverkehr laufe schrittweise wieder an, nachdem das Funknetz wieder verfügbar sei. Die Bahn arbeitete daran, den Betrieb nach der mehrstündigen Unterbrechung wieder in den normalen Takt zu bringen.
Offen ist nach Angaben der Bahn zunächst, wodurch der Funkausfall ausgelöst wurde. Die Ursache des Ausfalls im digitalen Funknetz müsse nun geklärt werden. Bis zu einer abschließenden Erklärung bleibt damit zunächst unklar, was den bundesweiten Stillstand in der Nacht verursacht hat.
Der Vorfall zeigt, wie stark der moderne Bahnbetrieb von einem funktionierenden digitalen Funknetz abhängt. Schon eine Störung in diesem System reichte aus, um den Zugverkehr in ganz Deutschland über Stunden zum Stillstand zu bringen und Fern-, Regional-, Güter- sowie S-Bahn-Verkehr gleichzeitig zu treffen.
