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Die 67-jaehrige Daniela Klette, mutmassliches Mitglied der linksextremen Rote Armee Fraktion, wurde wegen sechs Faellen von besonders schwerem Raub zu 13 Jahren Gefaengnis verurteilt. Sie war im Februar 2024 in Berlin festgenommen worden, nachdem sie mehr als 30 Jahre auf der Flucht war. Ihre beiden Mitstreiter sind weiterhin fluechtig.
Die mutmassliche Ex-RAF-Terroristin Daniela Klette ist wegen bewaffneter Raubueberfall zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Die 67-Jaehrige wurde in sechs Faellen von besonders schwerem Raub fuer schuldig befunden, die zwischen 1999 und 2016 begangen wurden. Mit dem erbeuteten Geld in Hoehe von 2,7 Millionen Euro sollen sie und ihre Komplizen ihr Leben im Untergrund finanziert haben.
Klette war im Februar 2024 in ihrer Berliner Wohnung festgenommen worden, nachdem sie mehr als 30 Jahre lang auf der Flucht war. Die Festnahme markierte einen der spektakulaersten Fahndungserfolge der deutschen Kriminalgeschichte. Ihre beiden Mitstreiter, die ebenfalls an den Raubueberfall beteiligt gewesen sein sollen, wurden hingegen noch immer nicht gefasst und werden weiterhin gesucht.
Laut Anklage soll Klette bei mehreren Raubueberfall als Fluchtfahrerin fungiert und Wachleute bedroht haben, auf die ihre Mitstreiter mit Sturmgewehren schossen. Zwei der Betroffenen sind bis heute traumatisiert und leiden unter den psychischen Folgen der Ueberfaelle. Die Brutalitaet der Taten unterstrich die Gefaehrlichkeit der Gruppe auch Jahrzehnte nach dem offiziellen Ende der RAF.
Die Staatsanwaltschaft wirft Klette zudem politisch motivierte Anschlaege in den 1990er Jahren vor. Diese Anklagepunkte sowie der Vorwurf der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung werden jedoch in separaten Verfahren behandelt, die noch ausstehen. Die linksextreme RAF, auch als Baader-Meinhof-Gruppe bekannt, veruebte vor allem in den 1970er und 1980er Jahren zahlreiche Morde, Bombenanschlaege und Entfuehrungen in Deutschland.
Das Urteil gegen Klette schliesst ein wichtiges Kapitel in der Aufarbeitung der RAF-Geschichte, laesst aber zugleich Fragen offen. Die Tatsache, dass zwei ihrer mutmasslichen Komplizen auch nach Jahrzehnten noch nicht gefasst wurden, zeigt die Schwierigkeiten bei der Verfolgung von Personen, die ueber laengere Zeitraeume im Untergrund leben. Die weiteren Verfahren gegen Klette wegen Terrorvorwuerfen duerften die oeffentliche Aufmerksamkeit auf die RAF und ihre Nachwirkungen erneut lenken.