Am Frankfurter Flughafen hat sich ein Vorfall ereignet, bei dem Passagiere in einem Flugzeug der Fluggesellschaft Sun Express offenbar über längere Zeit der Hitze ausgesetzt waren. Den Angaben zufolge saßen die Reisenden mehr als eine Stunde lang in der Maschine fest, ohne die Möglichkeit, das Flugzeug zu verlassen.
Besonders belastend war die Situation, weil die Klimaanlage angeblich defekt war. In der Kabine soll es dadurch mehr als 50 Grad heiß geworden sein. Für die eingeschlossenen Passagiere wurde der Aufenthalt an Bord damit zu einer körperlich sehr anstrengenden und potenziell gefährlichen Erfahrung.
Nach den vorliegenden Schilderungen sollen erst mehrere Notrufe bei der Polizei dazu geführt haben, dass die Menschen schließlich aus dem Flugzeug herausgelassen wurden. Dass es offenbar so vieler Hilferufe bedurfte, bis sich die Lage löste, gehört nun zu den zentralen Fragen des Falls.
Wegen des Vorfalls laufen inzwischen Ermittlungen. Geklärt werden soll unter anderem, wie es dazu kommen konnte, dass die Passagiere so lange in der überhitzten Kabine ausharren mussten und warum sie nicht früher von Bord durften.
Mittlerweile hat sich Sun Express zu dem Geschehen geäußert. Das Unternehmen entschuldigte sich in aller Form bei den Betroffenen. Zur Ursache erklärte die Fluggesellschaft, dass ein Hilfsaggregat defekt gewesen sei und dies zur Überhitzung der Kabine geführt habe.
Der Fall reiht sich in eine Reihe von Diskussionen darüber ein, wie Fluggesellschaften und Flughäfen mit extremer Hitze umgehen. Für die betroffenen Reisenden bleibt vor allem die Frage, warum trotz der bedrohlichen Temperaturen so viel Zeit verging, bevor ihnen geholfen wurde.
