world | Euronews Deutsch |
Eine 41-jaehrige franzoesische Staatsburgerin hat ihre beiden Kinder im Alter von drei und funf Jahren in einem Waldstueck nahe Alcacer do Sal in Portugal ausgesetzt. Die Kinder sagten, ihre Mutter habe es als Spiel bezeichnet. Die Mutter und ihr Lebensgefaehrte, der in Frankreich wegen haeuslicher Gewalt vorbestraft ist, wurden festgenommen.
Eine 41-jaehrige franzoesische Staatsburgerin hat ihre beiden Kinder im Alter von drei und funf Jahren in einem Waldstueck nahe Alcacer do Sal in der portugiesischen Region Setubal ausgesetzt. Die Geschwister wurden am Strassenrand von Passanten gefunden, die sich sofort um die Kinder kuemmerten und die Behoerden verstaendigten.
Die Kinder erklaerten gegenueber den Behoerden, ihre Mutter habe sie im Wald zurueckgelassen und es als eine Art Spiel bezeichnet. Nach einer aerztlichen Untersuchung wurden die beiden Kinder als koerperlich gesund eingestuft und von den zustaendigen Behoerden in einer Pflegefamilie untergebracht.
Die Mutter wurde rund 170 Kilometer entfernt von dem Ort festgenommen, an dem sie die Kinder zurueckgelassen hatte. Auch ihr Lebensgefaehrte, der Stiefvater der Kinder, wurde in Gewahrsam genommen. Dem Paar wird Kindesgefaehrdung vorgeworfen. Der Stiefvater ist in Frankreich bereits wegen haeuslicher Gewalt vorbestraft.
Die franzoesischen Behoerden haben ebenfalls eine Untersuchung eingeleitet, um die Hintergruende des Falls zu klaeren. Die Zusammenarbeit zwischen den portugiesischen und franzoesischen Ermittlungsbehoerden laeuft, um festzustellen, ob den Kindern bereits zuvor Gefahr drohte und ob es fruehere Hinweise auf Vernachlaessigung oder Misshandlung gab.
Der Fall hat in Portugal und Frankreich grosse Bestuerzung ausgeloest. Kinderschutzorganisationen fordern eine lueckenlose Aufklaerung und betonen, dass Kinder in Familien mit Vorgeschichte haeuslicher Gewalt einem erhoehten Risiko ausgesetzt sind. Die Kinder befinden sich derzeit in sicherer Obhut und werden psychologisch betreut.