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Die ehemalige RAF-Terroristin Daniela Klette wurde in sechs Fällen von besonders schwerem Raub schuldig gesprochen. Die 67-Jährige war im Februar 2024 in Berlin festgenommen worden, nachdem sie mehr als 30 Jahre auf der Flucht war.
Die ehemalige Terroristin der Roten Armee Fraktion Daniela Klette wurde in sechs Fällen von besonders schwerem Raub für schuldig befunden. Die Taten wurden zwischen 1999 und 2016 begangen und dienten nach Erkenntnissen der Ermittler der Finanzierung des Lebens im Untergrund. Die 67-Jährige war im Februar 2024 in ihrer Berliner Wohnung festgenommen worden, nachdem sie mehr als drei Jahrzehnte auf der Flucht gewesen war.
Nach den Feststellungen des Gerichts fungierte Klette bei mehreren Raubüberfällen als Fluchtfahrerin und bedrohte Wachleute, auf die ihre Komplizen mit Sturmgewehren schossen. Zwei der betroffenen Sicherheitskräfte leiden bis heute unter den traumatischen Folgen der Überfälle. Klettes beiden Mitstreiter sind bislang nicht gefasst worden und werden weiterhin gesucht.
Die Staatsanwaltschaft wirft Klette darüber hinaus politisch motivierte Anschläge in den 1990er-Jahren vor. Diese Anklagepunkte sowie der Vorwurf der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung werden jedoch in separaten Verfahren behandelt und sind nicht Gegenstand des aktuellen Urteils.
Die RAF, auch als Baader-Meinhof-Gruppe bekannt, war eine linksextremistische terroristische Organisation, die vor allem in den 1970er- und 1980er-Jahren durch Morde, Bombenanschläge und Entführungen in Deutschland für Aufsehen sorgte. Ihre Auflösung erklärte die Gruppe 1998, doch einige Mitglieder blieben jahrzehntelang untergetaucht.
Die Festnahme und Verurteilung Klettes nach über 30 Jahren schlägt ein weiteres Kapitel in der Aufarbeitung des linksextremistischen Terrorismus in Deutschland auf. Der Fall verdeutlicht die Beharrlichkeit der Strafverfolgungsbehörden und wirft zugleich Fragen über die Verjährung schwerer Straftaten auf, wie Euronews Deutsch berichtete.