Die spanische Polizei hat zusammen mit der Regionalpolizei des Baskenlands und Kataloniens in der Provinz Gipuzkoa einen 17-jährigen Spanier festgenommen, wie Euronews berichtet. Nach Angaben der Ermittler gilt er als mutmaßliche Schlüsselfigur des Netzwerks 764 in Spanien.
Die internationale Online-Gruppierung steht im Verdacht, insbesondere Minderjährige zu radikalisieren und zu Gewalttaten anzustiften, so Euronews. Der Sender beschreibt das Netzwerk als eine über Landesgrenzen hinweg aktive Struktur.
Zwischen Januar und April dieses Jahres soll der Tatverdächtige Drohungen gegen Schulen, Rathäuser und andere Einrichtungen verschickt haben, in denen er Massaker ankündigte, berichtet Euronews. Der Sender zufolge richteten sich die Drohungen gegen mehrere öffentliche Einrichtungen.
Diese angekündigten Taten fanden zwar nie statt, zwangen die Behörden aber zu umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen, so Euronews. Nach Darstellung des Senders mussten die Einsatzkräfte auf die Drohungen mit erheblichem Aufwand reagieren.
Das Netzwerk 764 hat seinen Ursprung in den USA und ist mittlerweile international aktiv, berichtet Euronews. Der Sender ordnet die Gruppierung damit als grenzüberschreitendes Phänomen ein.
Es rekrutiert online Minderjährige durch Manipulation, Erpressung und Isolation, so Euronews. Nach Angaben des Senders setzt das Netzwerk gezielt auf diese Methoden, um junge Menschen an sich zu binden.
Kanada stuft die Gruppe als terroristische Organisation ein, berichtet Euronews. Der Sender verweist damit auf die Einordnung, die dem Netzwerk in einem anderen Staat bereits zuteilwurde.
