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Gefälschte Luxusartikel auf einer Messe in den Bremer Hallen

Gefälschte Luxusartikel auf einer Messe in den Bremer Hallen

Auf einer Verkaufsmesse in den Bremer Hallen werden offenbar gefälschte Luxusartikel angeboten. Das Modehaus Saint Laurent bestätigte auf Nachfrage, ein angebotenes Stück nie im Sortiment gehabt zu haben, auch Hugo Boss hält die zugesandten Fotos mit hoher Wahrscheinlichkeit für Fälschungen. Eine angebliche Gucci-Tasche soll rund 50 Euro kosten, während Originale selten unter 1000 Euro zu haben sind. Händler reagieren abweisend und wollen nicht gefilmt werden. Gewerbsmäßige Markenfälschung gilt als schwere Wirtschaftsstraftat, und die Bremer CDU sieht auch die städtische Messegesellschaft in der Verantwortung, die erklärt, sie nehme die Vorgänge sehr ernst.

Auf einer Verkaufsmesse in den Bremer Hallen werden offenbar gefälschte Luxusartikel angeboten. Bei einem Produkt mit dem Label Saint Laurent bestätigte das französische Modehaus auf Nachfrage, dieses Stück nie im Sortiment gehabt zu haben, es rieche nach Fälschung.

Das gilt offenbar auch für hunderte weitere Produkte, die an mehreren Ständen der Messe angeboten werden. Auch dem Unternehmen Hugo Boss wurden Bilder der Ware geschickt, und die Antwort des Modeunternehmens ließ nicht lange auf sich warten: Die Fotos ließen mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Fälschungen schließen.

Auf die Vorwürfe angesprochen, reagieren die Händler abweisend. Sie möchten nicht gefilmt werden, obwohl für die Aufnahmen eine Drehgenehmigung vorlag, und weichen den Fragen der Reporter aus.

Auffällig sind vor allem die Preise. Eine angebliche Gucci-Tasche soll etwa 50 Euro kosten, während Originale selten unter 1000 Euro zu haben sind. Schon zuvor hatten sich die Reporter über die erstaunlich günstigen Designerstücke gewundert.

Gewerbsmäßige Markenfälschung gilt als schwere Wirtschaftsstraftat. Die Reporter kontaktierten den Veranstalter der Messe, ein Unternehmen aus Lünen, erhielten darauf jedoch keine Antwort.

Die Bremer CDU sieht auch die städtische Messegesellschaft in der Verantwortung. Ein Vertreter sprach von einem Skandal: Die Messehalle sei in letzter Instanz Eigentum der Stadt, und wer von Verbraucherschutz, Rechtsstaatlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit spreche, dürfe bei so etwas nicht wegschauen. Letztlich sei die Senatorin für Wirtschaft für das Geschehen auf dem Messegelände verantwortlich.

Die städtische Messegesellschaft M3B reagierte auf den Vorwurf, dass gefälschte Ware in ihren Hallen angeboten worden sei. Sie erklärte, sie nehme die geschilderten Vorgänge sehr ernst.

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