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Kasachstan sucht vertiefte strategische Partnerschaft mit der EU

Kasachstan sucht vertiefte strategische Partnerschaft mit der EU

Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew ist zu einem strategischen Besuch in Brüssel, wo das Land eine vertiefte strategische Partnerschaft mit der EU anstrebt. Europäische Unternehmen haben bereits rund 184 Milliarden Euro investiert, vor allem im Energiesektor. Kasachstan produziert 21 der 34 Rohstoffe, die im EU-Gesetz über kritische Rohstoffe als strategisch eingestuft sind, und hat sich zu einem der wichtigsten alternativen Energielieferanten entwickelt.

Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew ist zu einem strategischen Besuch in Brüssel eingetroffen, wo das zentralasiatische Land eine deutlich engere Anbindung an die Europäische Union sucht. Kasachstan strebt nach einer vertieften strategischen Partnerschaft mit der EU und nutzt den hochrangigen Besuch, um den Ausbau der gemeinsamen Beziehungen voranzutreiben. Im Inland war zuletzt per Verfassungsänderung die Macht des Präsidenten ausgeweitet worden.

Aus kasachischer Sicht ist trotz der bereits engen Verbindungen noch reichlich Luft nach oben. Der kasachische Botschafter bei der EU sah in der Euronews-Sendung Europe Today erheblichen Spielraum für eine weitere Ausweitung der Zusammenarbeit. Beide Seiten betrachten die Partnerschaft demnach nicht als ausgereizt, sondern als ein Verhältnis, das in mehreren Bereichen noch deutlich wachsen kann.

Wirtschaftlich ist das Engagement bereits beträchtlich. Europäische Unternehmen haben nach den vorgelegten Zahlen rund 184 Milliarden Euro in Kasachstan investiert, der Schwerpunkt liegt dabei vor allem im Energiesektor. Diese Summe unterstreicht, wie eng die Volkswirtschaften beider Seiten bereits miteinander verflochten sind und welche Bedeutung das Land für europäische Investoren hat.

Für die kommende Phase der Zusammenarbeit werden weitere Felder in den Blick genommen. Als Bereiche mit Ausbaupotenzial wurden Transport und Logistik, künstliche Intelligenz, grüner Wasserstoff und erneuerbare Energien genannt. Damit soll sich die Kooperation über den klassischen Energiesektor hinaus auf zukunftsorientierte Branchen und Technologien ausweiten.

Ein weiterer zentraler Pfeiler von Kasachstans Angebot an Europa sind kritische Mineralien. Das Land produziert nach den genannten Angaben bereits 21 der 34 Rohstoffe, die im EU-Gesetz über kritische Rohstoffe als strategisch eingestuft sind. Damit positioniert sich Kasachstan als wichtiger Lieferant für Materialien, die für Europas Industrie und die angestrebte Transformation als entscheidend gelten.

Die Energiesicherheit steht weiterhin im Mittelpunkt der beiderseitigen Beziehungen. Kasachstan hat sich nach der Darstellung zu einem der wichtigsten alternativen Energielieferanten entwickelt, was seine Bedeutung für die EU zusätzlich erhöht. Der Besuch in Brüssel fügt sich damit in das Bemühen ein, die Beziehungen über bestehende enge Bindungen hinaus auf eine breitere strategische Grundlage zu stellen.

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