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Armutsquote in Hessen steigt auf 17,3 Prozent

Armutsquote in Hessen steigt auf 17,3 Prozent

In Hessen ist die Armutsquote deutlich gestiegen. Lag sie 2024 noch bei 15,5 Prozent, waren es ein Jahr später bereits 17,3 Prozent. Der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen sieht die Entwicklung mit großer Sorge und warnt, die Zahlen seien zerstörerisch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Besonders betroffen sind Alleinerziehende, und viele scheitern zusätzlich an einem Dickicht aus Anträgen. Eine Armutsforscherin der Frankfurter Universität nennt steigende Lebenshaltungskosten und hohe Mieten in Ballungsgebieten als Ursachen und fordert bezahlbaren Wohnraum, höhere Löhne und mehr politischen Willen, das Thema anzugehen.

In Hessen ist die Armut spürbar gestiegen. Lag die Armutsquote im Jahr 2024 noch bei 15,5 Prozent, so waren es ein Jahr später bereits 17,3 Prozent. Innerhalb kurzer Zeit hat sich die Lage damit deutlich verschärft.

Beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Hessen blickt man mit großer Sorge auf diese Entwicklung. Während man normalerweise das Glas eher als halb voll betrachte, sehe man beim Thema Armut inzwischen wirklich schwarz, heißt es dort.

Die Zahlen wirkten wie ein Keil im Wertesystem und seien zerstörerisch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Besonders dramatisch sei, dass die Entwicklung auch die Kinder treffe, auf denen die Zukunft der Demokratie aufbauen solle.

Als besonders armutsgefährdet gelten Alleinerziehende, was nach Einschätzung des Verbands schon immer so war. Gerade für alleinerziehende Frauen ging und geht oft nichts ohne familiäre Unterstützung, denn wer ganz auf sich gestellt ist, kämpft mit täglichen Sorgen.

Hinzu kommt ein weiterer Gegner: die Bürokratie. Wer Hilfen beantragen will, muss sich durch ein Dickicht aus Formularen arbeiten. In einem Fallbeispiel einer alleinerziehenden Mutter mit Kind seien es rund 16 verschiedene Anträge gewesen, die hätten gestellt werden können.

Während immer mehr Menschen als arm gelten, wächst zugleich der Bevölkerungsanteil der Superreichen stetig. Aus Sicht des Verbands braucht es deshalb eine gerechtere Verteilung, denn der Sozialstaat sei eine hart erkämpfte Errungenschaft.

Eine Armutsforscherin der Frankfurter Universität nennt als Ursachen vor allem steigende Lebenshaltungskosten und hohe Mieten in den Ballungsgebieten. Immer größer werde die Gruppe derer, die arbeiten und trotzdem auf Sozialleistungen wie Wohngeld angewiesen seien. Als Lösungen fordert sie bezahlbaren Wohnraum, höhere Löhne und vor allem den politischen Willen, das Thema wieder anzugehen.

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