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Jüdischer Sportverein Makkabi eröffnet Campus in Frankfurt

Jüdischer Sportverein Makkabi eröffnet Campus in Frankfurt

Der jüdische Sportverein Makkabi hat in Frankfurt am Main einen neuen Campus eröffnet, der als bewusstes Zeichen gegen den zunehmenden Antisemitismus verstanden wird. Bundesweit zählt der Verband rund 11.000 Mitglieder, von denen etwa 90 Prozent nicht jüdisch sind. Willkommen sei jeder, der demokratische Werte achte, betonte der Vorsitzende Alon Meyer. Geplant wurde die Anlage vom Architekturbüro Albert Speer, dessen Gründer der Sohn von Hitlers Lieblingsarchitekten war. Der Campus ist kameraüberwacht und kann bei einer Notlage komplett abgeriegelt werden, der Eingangsbereich ist mit Panzerglas ausgestattet.

Der jüdische Sportverein Makkabi hat in Frankfurt am Main einen neuen Campus eröffnet. Das Projekt gilt als bewusstes Zeichen für ein offenes Miteinander, gerade in einer Zeit, in der der Antisemitismus wieder spürbar zunimmt. Mitten in der Stadt ist damit ein großes Zentrum für den jüdischen Sport und das jüdische Leben entstanden, das weit über den reinen Spielbetrieb hinausweisen soll.

Bei der Eröffnung war von einem positiven Signal aus Frankfurt die Rede, das man in diesen Zeiten des grassierenden Antisemitismus setzen könne. Dieses Signal erfülle ihn als Frankfurter, als Deutscher und als Jude mit außerordentlichem Stolz, hieß es. Der Neubau wird so nicht nur als Sportstätte, sondern auch als gesellschaftliche Botschaft verstanden.

Getragen wird Makkabi von einer breiten Mitgliedschaft. Bundesweit zählt der Verband rund 11.000 Mitglieder, von denen etwa 90 Prozent nicht jüdisch sind. Willkommen sei jeder, der demokratische Werte achte, betonte der Vorsitzende Alon Meyer. Der Campus versteht sich damit ausdrücklich als Ort der Begegnung für die gesamte Stadtgesellschaft.

Eine besondere Bedeutung erhält das Vorhaben durch die Planung des Architekturbüros Albert Speer. Dessen Gründer Albert Speer war der Sohn von Hitlers Lieblingsarchitekten und Rüstungsminister gleichen Namens. Bis zu seinem Tod im Jahr 2017 habe er die Planungen für den Makkabi Campus unterstützt, sagte Friedbert Greif aus dem Büro.

Sichtbares Symbol ist der Davidstern in der Fassade. Diese Idee sei im Büro selbst entwickelt worden, erklärte Greif. Man sei ein Büro mit einem besonderen Namen und sich dieser Verantwortung bewusst, und der Bau solle zeigen, dass man offen sei für die Zusammenarbeit in der Gesellschaft.

Der neue Campus ist grundsätzlich für alle zugänglich, kann bei einer Notlage aber komplett abgeriegelt werden. Die gesamte Anlage ist kameraüberwacht, und auch der Eingangsbereich ist mit Panzerglas ausgestattet. Das aufwendige Sicherheitskonzept macht deutlich, unter welchen Bedingungen jüdisches Vereinsleben in Deutschland heute stattfindet.

Dass ein solches Sicherheitskonzept überhaupt nötig ist, belastet die Mitglieder. Niemand von ihnen könne etwas für die Innen- oder Außenpolitik Israels, und dennoch werde man in eine Art Gesamthaftung genommen, hieß es. Viele Mitglieder hätten Angst, die man ihnen ein Stück weit nehmen müsse. Fast jeder habe durch Spieler oder Zuschauer schon Antisemitismus erlebt, etwa die Aufforderung, dass Juden hier nicht spielen sollten.

Die Spieler, die zu Wochenbeginn erstmals auf dem Gelände trainieren konnten, fühlen sich nach eigenen Worten nun sicherer. Dass ein so großes jüdisches Sportzentrum mitten in Frankfurt am Main entstehen konnte, macht dem Vorsitzenden Alon Meyer große Hoffnung auf ein besseres Miteinander in der Stadt.

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