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Beim WM-Auftakt in Mexiko-Stadt demonstrieren Angehörige Vermisster

Beim WM-Auftakt in Mexiko-Stadt demonstrieren Angehörige Vermisster

Während Fans im Aztekenstadion den Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft feierten, versammelten sich davor mehr als 1.000 Angehörige verschwundener Personen zu einem Protestmarsch. Sie hielten Kerzen und Fotos in die Höhe und erinnerten an die rund 130.000 Menschen, die in Mexiko derzeit als vermisst gelten.

Mit dem Auftakt der Fußball-Weltmeisterschaft in Mexiko-Stadt sind zwei sehr unterschiedliche Bilder aufeinandergetroffen. Während Fans im Aztekenstadion den Beginn des Turniers feierten, versammelten sich vor dem Stadion mehr als 1.000 Angehörige verschwundener Personen zu einem Protestmarsch.

Die Demonstrierenden hielten Kerzen in den Händen und zeigten Fotos ihrer vermissten Angehörigen. Ihre Botschaft war eindeutig: Während sich die Welt dem Fußball widmet, dürften die Verschwundenen des Landes nicht in Vergessenheit geraten.

Nach Angaben aus Mexiko werden derzeit landesweit rund 130.000 Menschen vermisst. Die Zahl der Vermissten ist nach Behördenangaben in den vergangenen zwei Jahrzehnten stetig gestiegen, parallel zum Erstarken der organisierten Kriminalität.

Viele der Vermisstenfälle dürften mit kriminellen Machenschaften in Verbindung stehen. Genannt werden vor allem der Drogenhandel, Erpressung und Menschenhandel als Hintergründe für das Verschwinden so vieler Menschen.

Nach Darstellung der Angehörigen wurden zahlreiche Opfer entführt, getötet und anschließend verscharrt. Die Familien beklagen zudem, dass ihnen die Regierung keinen ausreichenden Schutz biete.

Die Angehörigen sehen sich nach eigenen Angaben sogar selbst der Bedrohung durch Kriminelle ausgesetzt. Trotz dieser Gefahr setzen sie ihren Protest fort, um auf das Schicksal der Vermissten aufmerksam zu machen.

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